Bittere Niederlage in Huttwil - aber Buchsi bleibt Leader

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Das Spiel begann bereits in der 5. Minute mit einem defensiv-taktischen Fehler unsererseits, welcher dazu geführt hatte, dass Plator Quallakaj eine gelbe Karte erhielt und Huttwil zu einem gefährlichen Freistoss aus 18 Meter kam. Wenige Minuten später folgte eine weitere unglückliche Aktion, welche zum ersten von zwei Elfmetern für Huttwil geführt hatte. Dieser wurde souverän zum 1-0 verwandelt. In der Folge waren wir bemüht, das Spiel zu gestalten und kamen durch Dan Gygax zur einer Grosschance. Diesem fehlte in der Aktion die letzte Kaltschnäuzigkeit. Wenige Minuten später wurde es erneut gefährlich vor unserem Tor. Ein Flankenball wurde zentral vors Tor abgewehrt, der Huttwiler Stürmer zog ab und Qallakaj konnte mittels guter Parade dafür sorgen, dass Huttwil nicht mit 2-0 in Führung ging. In der Folge hatten wir dann mehr vom Spiel und konnten auch etwas Ruhe ins Spiel bringen. In der 33. Spielminute folgte nach einer schönen Ballstafette das 1-1 durch Jetmir Morina. Dieser war es dann auch, welcher in der 44. Minuten das 2-1 durch Mariano Schelbli mittels Schnittstellenpass auflegte. Zu diesem Zeitpunkt hatte man das Gefühl, dass wir in der 2. Halbzeit den Deckel zumachen werden – dies war leider nicht so.

Statistisch gesehen haben wir in der Vorrunde 9 von 12 Gegentreffer (ohne das Spiel in Huttwil) in der 2. Halbzeit erhalten (6 Tore sogar in den letzten 15 Minuten), was vor dem Spiel auch angesprochen wurde. Mit geschärfter Konzentration wollten wir in der 2. Halbzeit den Gegner «knicken», beziehungsweise das schnelle 3-1 suchen und zudem dafür sorgen, keine weiteren Grosschancen mehr zuzulassen. Über die ganze 2. Halbzeit fehlte mir dann die klare Bemühung, diesem Plan nachzukommen und die wichtigen und notwenigen letzten 10-15% zu aktivieren, damit der Gegner nicht wieder zurück ins Spiel findet. Wir spielten überraschenderweise hektisch und unruhig, gaben den Ball viel zu schnell wieder her. Obwohl man führt und gegen den Tabellenletzten spielte, dies war von aussen schwierig nachzuvollziehen. Wir haben uns dem Spiel von Huttwil komplett angepasst. Durch ein ungestümes Foul in unserer Box, kam Huttwil in der 69. Minute zum 2. Elfmeter. Auch dieser wurde souverän verwandelt. Mit einem in der Entstehung vermeidbaren Eckball folgte dann sogar das 3-2. Bitter zudem, dass dieses Tor für Huttwil zu diesem Zeitpunkt nicht mal unverdient war. Postwendend gelang es uns durch Gygax das 3-3 zu erzielen. Leider folgte kurz vor Schluss ein weiterer individueller Fehler (von denen wir heute gefühlt so viele hatten, wie in den andere 10 Vorrundenspielen zusammen nicht), welcher als Vorlage für den Direktschuss zum 4-3 für Huttwil diente.

Diese Niederlage ist sehr ärgerlich, so verspielt man in einer Woche einen tollen Vorsprung und befindet sich nun Punktgleich mit Zollbrück auf dem ersten Platz. Diese Konzentrationsdefizite und diese selbstgefällige Spielweise (und dies meine ich absolut nicht boshaft oder vorwurfsvoll, denn jeder weiss, wie viel ich von meinen Jungs halte), müssen wir in der Rückrunde in den Griff bekommen. Wir sind uns oft zu siegessicher, dadurch nimmt bei mehreren Spielern die letzte Bereitschaft ab. Klar sind wir eine junge Mannschaft und klar kann es auch mal vorkommen, dass man ein Spiel verliert, jedoch nicht wenn man es deutlich hätte besser machen können. Dies müssen wir uns heute definitiv vorwerfen. Niederlagen sind in der Analyse meist spannender als Siege, denn sie zeigen schonungslos auf, was man besser machen muss, um erfolgreich zu sein. Ich bin überzeugt davon, dass wir genau aus diesen Spielen lernen werden. Die Winterpause kommt zu einem gute Zeitpunkt, um die Akkus wieder aufzuladen und es in der Rückrunde besser machen zu wollen, als wir in der Vorrunde aufgehört haben.

Herzogenbuchsee: P. Qallakaj, P. Hug, T. Reinmann, Ne. Rüegg, K. Foster, C. Kummer (67’ Blattmann), J. Morina (83’Le. Balaj), No. Rüegg, S. Röthlisberger (79’ L. Rüfenacht), M. Schelbli (71’ R. Nyfeler), D. Gygax.

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