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Grenchen wird durch Mümliswil gedemütigt

Grenchen wird durch Mümliswil gedemütigt

Der FC Grenchen 15 musste auf eigenem Platz gegen den FC Mümliswil eine fast schon peinliche 0:5-Niederlage hinnehmen. Nach einer ansprechenden Startphase kam von den Uhrenstädtern trotz  Rückstand überhaupt gar keine Reaktion.

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«Das ist ein Derby, das ist ein Spitzenkampf, da muss darum hart gekämpft werden», sagte der Captain der Kroaten Petrovic während dem Spiel – und genau so war es. In einem hochstehenden Spiel zeigten beide Teams tollen Fussball bei perfektem Wetter, wobei Deitingen klar die Oberhand hielt und die Tabellenführung dank einem 3:1 Sieg weiterhin für sich beansprucht.

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Dass bei beiden Teams viel auf dem Spiel steht, merkte man gut. Beide Teams hatten grössten Respekt für einander und gingen die Sache mit Vorsicht an, aber mit vollem Einsatz. Bereits nach 3 Minuten wurde der Tarif der Härte durchgegeben. Einen Steilpass erreichte Kissling vor dem anbrausenden Petrovic, beförderte die Kugel und den von sich selbsternannten Panzer weg. Dies sollte nicht das letzte Duell sein. Deitingen drückte von Beginn an aufs Tempo und verbuchte in der ersten Halbzeit wesentlich mehr Präsenz im gegnerischen Strafraum als der Gast. Bereits nach 5 Minuten sollte das Heimteam jubeln können, doch Arslan verfehlte das halb leerstehende Tor via Volley aus gut 8 Metern. Die Angriffsmaschinerie des Heimteams lief und kam auch unteranderem durch viele Standardsituationen zu gefährlichen Aktionen vor Torhüter Kristic.
Wirft man in den Kroatischen Zaubertopf genügend Platz und einen Ball, ist das Resultat ein technisch hochstehender Fussball. Dies versuchte man aus Deitinger Sicht zu unterdrücken. Doch die Solothurner wurden gute drei Mal sehr gefährlich, als die Heimhintermannschaft sehr fahrlässig den Ball im Spielaufbau verlor. Die beste Aktion daraus war ein mit «Kraft wie Panzer» Schuss Petkovics auf seitlicher Position, welcher von Kissling pariert werden konnte. Die Zeit lief für Deitingen und man wahrte dadurch die Geduld. Die Hert-Nikolic-Mannschaft kämpfte in diesem Spiel wie man das in diesem Jahr noch nie gesehen hat. Das stetige Nachhaken führte dann zum wirklichen ersten Jubel auf der Grabmatt. Arslan war es, der aus quasi den selben Gegebenheiten wie zu Beginn des Spiels die Kugel mit seinem sonst nicht so oft verwendeten linken Fuss zur Führung einnetzte (35. Minute). Das Spiel machte zum Zuschauen viel Freude und mit dem perfekten Timing kurz vor der Pause konnte man noch den zweiten Treffer erzielen: Ein perfekt getretener Eckball Murers fand den Weg ins Glück. Natürlich, wie Beno Frei nach dem Spiel erwiderte, war es noch seine Stirn, die dem Ball noch die nötige Richtungsänderung gab.

 

Wem die Suppe immer zu heiss ist, kann sie auch ins Gefrierfach stellen und dann lutschen – ein möglicher Ansatz, jedoch auch keine Lösung. So dachte sich Deitingen, mit einem dritten Treffer auf dem Konto kann man auch warten, bis die Suppe abgekühlt ist. Die Chancen dazu wären vorhanden gewesen. Die zweite Halbzeit startete jedoch nicht so spektakulär. Deitingen investierte nicht gross in die Offensive und liess der HNK die Federführung. Deitingen musste soweit nicht, und die Kroaten jedoch kamen nicht zu Hochkarätern. Im Ansatz liess der Gast die Kugel sehr gekonnt zirkulieren, verpassten jedoch oft den entscheidenden Moment für den Todespass. Dass das auf Dauer nicht gut gehen kann realisierte man in der Deitinger Reihe und schaltete einen Gang höher. Da die Deitinger manuell und nicht automatisch geschalten sind, bringt es auch nichts, wenn man den nächst höheren Gang einlegt, aber die nötige Drehzahl dafür nicht aufweist. Lange Rede, kurzer Sinn: das Spiel bot den Zuschauern in den ersten 15 Minuten nach Wiederanpfiff nichts Spektakuläres. Wie länger das Spiel dauerte umso mehr kamen die Solothurner an ihre Ausdauergrenze, was den Deitinger den Freiraum vergrösserte und einige Chancen brachte. Hundertprozentige Chancen boten sich den Deitinger immer wieder in den letzten Spielen, doch eher man diese Chancen standardmässig in Zählbares umwandeln kann, gewinnt Magdalena Martullo-Blocher die Miss Schweiz Wahl. Deitingen verpasste es den Sack zu zumachen und sah wie die Kroaten ansatzlos auf 2:1 verkürzen konnten. Ein weiterer Vorstoss vom starken Petkovic endete in einem Querpass vor den Deitinger Strafraum zu Sikola, der via Fuss von Bieri unhaltbar einnetzte (73.). Nun war eine kurze Verunsicherung beim Heimteam vorhanden, die aber von den Kroaten nicht ausgenutzt werden konnte. So kam es, dass die Deitinger durch R. Stalder in der 86. Minute wieder den Zweitorevorsprung herstellen und die drei Punkte – was in diesem Duell von den Experten als sechs Punkte bezeichnet wird – sicher in Deitingen lassen konnten. Alle Spieler riefen ein grosses Laufpensum ab, wodurch sie sich nach dem Spiel nicht mehr wie Fussballer fühlten, sondern wie Models – sie hatten Hunger.

 

Fazit: Es stand viel auf dem Spiel. Die Meisterschaft wäre bei einer Niederlage nicht beendet gewesen, doch die Moral nach einer weiteren Niederlage im 2018 wäre etwa so gekränkt gewesen, wie wenn die Schweizer Bobmannschaft an der Olympiade von den Jamaikanern geschlagen werden. Deitingen zweigte eine starke Leistung gegen einen starken Widersacher und konnte somit die Tabellenführung verteidigen. Da die Meisterschaft jedoch nicht mit Siegen gegen die Spitzenteams gewonnen wird, sondern mit den Punkten gegen die in der Tabelle weiter unten platzierten, darf man sich keines Falls zurücklehnen und muss in jedem Spiel die Höchstleistung abrufen.

 

FC Deitingen 3:1 (2:0) HNK Croatia
Grabmatt, 160 Zuschauer
FCD: Kissling; S. Frei, Mühlethaler, Bieri, Barrer; Flury, B. Frei, Murer, T. Stalder; Arslan, R. Stalder
Tore: 1:0 Arslan (35. Minute), 2:0 B. Frei (42.), 2:1 Sikalo (73.), 3:1 R. Stalder (86.)

Kommentare   

 
#1 Panzer Petrovic 2018-04-16 20:24
Respekt, Respekt, Respekt!!!!!
Geiler Bericht, sehr interressant.Da nke und Gruss nach Deitingen.Wir sehen uns hoffentlich wieder.Viel Erfolg!!!
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