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Grenchen wird durch Mümliswil gedemütigt

Grenchen wird durch Mümliswil gedemütigt

Der FC Grenchen 15 musste auf eigenem Platz gegen den FC Mümliswil eine fast schon peinliche 0:5-Niederlage hinnehmen. Nach einer ansprechenden Startphase kam von den Uhrenstädtern trotz  Rückstand überhaupt gar keine Reaktion.

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Unterstütze uns - es muss ja nicht mit Deinem letzten Hemd sein

Nein, liebe Leserinnen und Leser, Euer letztes Hemd muss es nicht unbedingt sein, ganz so dramatisch ist die Situation dann doch nicht. Ein paar Franken genügen schon. Unser Auftritt ist in die Jahre gekommen, wir möchten fussballnetz.ch gerne modernisieren und unseren...

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Bei perfektem Frühlingswetter sorgt der FC Post Solothurn auf dem Brühl für die nächste kleine Überraschung und gewinnt nicht unverdient ihr erst zweites Spiel dieser Saison – gegen den Tabellenführer Deitingen. Trotz visueller Überlegenheit haderte Deitingen ein weiteres Mal mit ihrem grössten Sorgenkind - dem Toreschiessen.

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 Die Tabelle liess die Frage nicht offen, wer bei den Buchmachern die Nase vorne hat. Dies wiederspiegelte sich dann auch in den Startminuten. Dass es eine Kopfsache sein wird, wurde die ganze Woche von Trainer Hert den Deitinger Jungs eingetrichtert. Und Recht sollte er behalten. Deitingen startete forsch ins Spiel und bereits nach 3 Minuten hiess das Duell T. Stalder gegen die Solothurner Nummer 1, wobei Trittibach den Winkel perfekt zumachte und die Oberhand behielt. Weiter konnte Deitingen sich teils ansehnlich in die Spitzen kombinieren, scheiterten jedoch im Abschluss oder an sich selber. Die ersten zwanzig Minuten liess man den Solothurnern kein Raum, wodurch sie jeden Ball direkt weit nach vorne spedierten. Durch die offensive Spielweise kam der Gastgeber auch zu Chancen, wobei zwei seitliche Vorstösse erwähnenswert sind. Der erste Grundlinienlauf mit Querpass verpasste Freund und Feind in der Mitte klar (27. Minute), der zweite Vorstoss war zu eigensinnig und konnte von Kissling abgewehrt werden (37.).

Einige Chancen gehabt, doch kein Tor erzielt. Doch auch keins bekommen. Als die meisten wohl ihre eigene Leistung des ersten Umgangs innerlich schon reflektieren liessen, wurde die Situation durch die letzte Offensivaktion vor dem Pausenpfiff noch verschlechtert. Ein Steilpass auf den linken Flügel der Kantonshauptstädter wollte man mit der ganzen Defensivtruppe abfangen und vergas dabei die andere Seite. Der Ball wurde gekonnt auf die andere Seite verlagert, wo der alleine gelassene S. Frei gegen zwei Gegner den Kürzeren zog und der wirblige Csima, welcher in der Vorrunde noch 5 Tore für Grenchen 15 in der 2. Liga schoss, spedierte die Kugel gekonnt aus 13 Meter in die lange Ecke.

 

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Lehrer behaupten immer, dass es keine dummen Fragen gibt. Aber zu fragen, ob es neben dem Bundestag auch die Bundesnacht gibt, kann definitiv als eine solche abgestempelt werden. Die Frage vor der zweiten Halbzeit aber, welche sich die Zuschauer bewusst stellen durften, war: können die Deitinger das Spiel drehen? Die Möglichkeit war mehr als Vorhanden. Doch die Effizienz und die Kaltblütigkeit mussten enorm gesteigert werden. Deitingen war zwar auch in der zweiten Halbzeit spielbestimmend, liess aber nach. Weniger Tempo, nicht viele Emotionen - fast wie im angewandten Windeltestraum von Pampers. Doch aufgeben kam nicht in Frage und man hätte mehr als eine Chance auf den Ausgleich gehabt. Der wirblige Arslan, welcher am heutigen Spiel zum ersten Mal in der Startaufstellung stand, erschien in der 72. Minute alleine vor dem Ziel-Rechteck. Doch mit dem Ball auf dem schwächeren Linken verfehlte er das Ziel knapp. So ist die heutige Jugend - laute Haare und lange Musik.

 

Wie länger die zweite Halbzeit dauerte, umso mehr hatten die Solothurner ihren Beton angemischt und stellten ihre defensive Mauer. Kissling war froh um die aktuelle Wetterlage, da er keinen einzigen Schuss auf sich zukommen lassen musste. Einen dauerhaften Druck konnte aber nicht mehr erzeugt werden, aber punktuelle Stiche brachten ab und zu Verkehr. So war es dann auch noch Murer, der nach einer schönen Kombination über mehrere Stationen alleine am Hebel des Deitinger Glückes stand. Der Abschluss war jedoch zu unplatziert und Trittibach brachte seine Hände hinter den Ball.
In der Nachspielzeit kam Deitingen noch zu einem Freistoss aus guter Position. Manche sind Fussballer von Beruf, andere Rentner. Wobei dazu zu sagen ist, dass zweit genanntes die viel gefährlichere Ausübung ist – es hat's noch keiner überlebt. Alle anderen üben eine andere Tätigkeit aus und sind erstrecht nicht Vollprofifreistossschützen. Ungefähr so wurde die Aktion – wie schon die Mehrheit der Standards an diesem Tag – dann auch ausgeführt. Gefährlichkeitslevel: violette angemalte und schlafende Schildkröte in einer Stahlkiste.

Fazit: In der Vorrunde musste man sich kein einziges Mal geschlagen geben. Nun zog man in der Rückrunde bereits zwei Niederlagen in drei Spielen ein. Gleichzeitig schlugen die Kroaten (2. Platz) die Italiener aus Grenchen (3.), dass es zu einem Zusammenschluss an der Spitze kam. Dank den Fairplay Punkten befindet sich Deitingen weiterhin an der Sonne, muss sich aber schleunigst fangen und wieder den Fussball der Vorrunde zeigen.

 

FC Post Solothurn 1:0 (1:0) FC Deitingen
Brühl, 60 Zuschauer
FCD: Kissling; S. Frei, Mühlethaler, Bieri (69. R. Stalder), Steiner (46. Barrer); Flury (75. G. Stampfli), Roth (46. Günther), B. Frei, Murer; Arslan, T. Stalder
Tore: 1:0 Csima (45.+2 Minute),

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