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Neulich in Lommiswil

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Es ist zwar schon ein paar Tage her... Szenen des Spiels zwischen Lommiswil und Welschenrohr.

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Der Captain von Canspor wird für zwei Jahre gesperrt

Der Captain von Canspor wird für zwei Jahre gesperrt

Weil der Captain von Canspor beim Meisterschaftsspiel in Langendorf (4. Liga, 11. Oktober) nach einem Platzverweis auf den Schiedsrichter losging, wurde er durch den Fussballverband für zwei Jahre gesperrt.

Bewertung:  / 6
SchwachSuper 

Mit dem denkbar knappsten Resultat gewinnt Deitingen den Spitzenkampf mit einer überlegenden Leistung gegen das drittplatzierte Rüttenen. Viele Chancen boten sich den Deitinger, doch nur B. Frei konnte sich in der 65. Minute durch einen sehenswerten «Spitzgaggu» aus 16 Meter in die Skorerliste eintragen. Ein kleiner Exkurs mit dessen Blickweise und Gedankengänge eines nicht überbeschäftigten Torhüters.

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Während der ersten Minuten schlich sich eine kleine Serie von Gedankengängen und Fragen durch meinen Kopf. Ist der Sinus eines kleinen Winkels = der Winkel? Darf man einen Matchbericht aus der Ich-Perspektive schreiben? Hat Zuber den grösseren IQ als Trump? Ich überlegte mir das alles – Zeit dazu hatte ich ja – und nickte zu allem. Um die Spannung gleich aus dem Rennen zu nehmen: Rüttenen zeigte eine kämpferisch gute Leistung, konnte jedoch keinen einzigen Schuss auf mein Tor spedieren. «Zum Glück», würden jetzt all meine noch so lieben Mitspieler und der Clubhaus Wirth Hans sagen. Mit solchen Kollegen braucht man keine Feinde.


Zum Spiel: wir waren uns aufgrund der vergangenen erzielten Resultaten Rüttenens bewusst, dass man diesen Gegner nicht unterschätzten darf – und wir taten es auch nicht. Es stand auch einiges auf dem Spiel. Sei es das Familienduell unserer Masseurin gegen ihren Göttibueb Luder oder das meines Vaters gegen das Dorf, wo er aufgewachsen ist. Bei einem für diese Jahreszeit noch super bespielbaren Rasen liessen meine Vorderleute den Ball mit grösster Geduld zirkulieren, Mühlethaler und Zuber konnten mit ihren präzisen Pässen immer wieder die Spitzen anspielen, welche gekonnt mit viel Varianz die Chancen einleiteten. Ich war richtig erstaunt, wie der Ball am heutigen Samstag über unzählige Stationen seine Bahn Richtung Gästetor fand. Nicht lange mussten die Zuschauer auf der Grabmatt warten, bis eine kleine Vorfreude aufkam: bei einem Eckball wusste ein Rüttener nichts besseres, als Murer gute 3 Meter vor den Augen des Schiedsrichters mit einem «Wyberhooge» auf den Boden zu legen – Penalty (6. Minute)! Verantwortungsbewusst schnappte sich Zuber die Kugel, verpasste es wohl, diese dann gut zu setzten. Während dem Anlauf musste sich der Ball unglücklich in Bewegung gesetzt haben, sodass Zuber an Torhüter Lüthy scheiterte. Dies sei keine Ausrede des Sünders, sondern eine eines Rütteners bestätigte Tatsache. «Hoffentlich gewinnen wir trotzdem und dann gibt's noch die Harasse von Zuber», waren meine ersten Gedanken – fies, ich weiss. Dies zeigt auch ein weiteres Mal, wieso die Vorfreunde die schönste Freude ist. Die Deitinger Stafettenproduktion lief dann jedoch ungebremst weiter, währenddem die Rüttener jeden Ball lange nach vorne droschen, welche allesamt aufgrund des späteren Matchwinners B. Frei harmlos blieben – Kopfballduellstatistik: Rüttenen 2:24 B. Frei. Die beste Chance hatte Rüttenen in der 35. Minute. Der gut spekulierende Rüttener Flügel konnte bis an die Grundlinie vorstossen, sein Querpass verpasste jedoch Freund und Feind.

Nach weiteren guten Kombinationen scheiterten weiter reihenweise die halbe Deitinger Mannschaft im Abschluss. Linksverteidiger S. Frei setzte aus spitzem Winkel die Kugel knapp neben den langen Pfosten, Flury und T. Stalder scheiterten am flinken Torwart Lüthy, welcher an diesem Tag definitiv der beste Rüttener auf dem Platz war. Die weiss nicht wievielte Chance welche unsere Offensivabteilung vergab. Sogar Zuber wurde wieder ungeduldig und schrie nach vorne, dass sie doch endlich ein Tor machen sollen – da hat wohl einer seinen verschossenen Penalty schon vergessen. Trotz dieser verpassten Möglichkeiten liessen wir uns nicht beirren, blieben geduldig und zogen diese gute fussballerische Leistung bis zur Pause durch.

 

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So konzentriert wie wir in der Pause in der Kabine waren, war ich überzeugt, dass wir ausnahmsweise auch einmal nach einer starken ersten Halbzeit, eine gute zweite spielen werden. So zeigte sich dasselbe Bild – leider auch im Abschluss. Mein Gegenüber Lüthy zeigte Mal für Mal seine Qualitäten, bis die 65. Minute auf der Anzeigetafel erschien. Nach einem weiteren erfolglosen Angriff konnte der Ball direkt zurückerobert und quer in die Mitte gespielt werden. B Frei nahm den Ball einmal an, schoss aufgrund der Bedrängung mit dem Spitz, netzte zur Führung ein und trieb dadurch Rüttenen in den Urin, äh Ruin. In diesen Momenten kann ich mich freuen, doch meine Vorsicht treibt mich immer direkt zur nächsten Überlegung, was mir/uns bevorsteht. Können wir das nun gekonnt nach Hause spielen. Auch wenn wir schon Zuhause sind (Vorsicht Wortspiel)? Ist es nicht so, dass wer austeilt, muss auch einstecken können. Ja, sicher - aber man geht ja auch nicht dem Briefträger eine reinhauen. In solchen Momenten kommen mir als hinterster Mann (wortwörtlich, nicht sinnbildlich) immer kleine Zweifel auf. Fast Dreiviertel des Spiels nicht wirklich was zu tun, dann sollst du plötzlich einen Schuss halten? Gewinnen gibt's dabei selten was, doch «dr Goalie bin ig» und das ist meine Aufgabe – Pedro Lenz zu liebe.
Die Rüttener gaben nicht auf und gingen mehr Risiko ein, doch zu Chancen kamen sie nur durch Freistösse. Meine bulligen und kopfballstarken Vordermänner liessen jedoch nicht den Hauch einer grösseren Gefahr aufkommen und klärten die (meist nicht so gut geschossenen) Bälle bevor ich eingreifen musste. Schlusspfiff, drei Punkte, keine Karte geholt, Harasse von Zuber. Nach dem Resultat kräht morgen kein Hahn mehr danach.

 

Fazit: Ohne auf die Effizienz der Chancenauswertung zu schielen, zeigten meine Mitspieler spielerisch und taktisch eine der besten Leistungen über 90. Minuten. Ein wichtiger Sieg, welcher uns zum Vorrundenmeister mit 2 Punkten Vorsprung auf die HNK Croatia (2:2 gegen Bettlach) hievte.
Nach dem Match wurde gefeiert und der männliche Jojo-Effekt gelebt:
"Jungs, noch ein Bier?"
"Jo"
"Jo"

 

FC Deitingen 1:0 (0:0) FC Rüttenen
Grabmatt, 100 Zuschauer

FCD: Kissling; S. Frei, Zuber, Mühlethaler, Barrer; Stampfli (66. Hadzic), Roth, B. Frei, Murer; T. Stalder, Flury

Tore: 1:0 B. Frei (65. Minute)

 

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