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Neulich in Lommiswil

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Es ist zwar schon ein paar Tage her... Szenen des Spiels zwischen Lommiswil und Welschenrohr.

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Der Captain von Canspor wird für zwei Jahre gesperrt

Der Captain von Canspor wird für zwei Jahre gesperrt

Weil der Captain von Canspor beim Meisterschaftsspiel in Langendorf (4. Liga, 11. Oktober) nach einem Platzverweis auf den Schiedsrichter losging, wurde er durch den Fussballverband für zwei Jahre gesperrt.

Bewertung:  / 4
SchwachSuper 

Aufgrund einer schon fast manipulationsskandalverdächtigen Ineffizienz vor dem Tor kommt Deitingen in Solothurn gegen die Türken nicht über ein 1:1 hinaus. Wäre die Mannschaft vor dem Spiel bei der deutschen Sendung „Wetten dass..?!?" zu Gast gewesen und hätte gewettet, dass sie es schaffen, die sich unzählig bietenden Chancen in der ersten Halbzeit auslassen zu können, hätte Thomas Gottschalk dagegen gewettet – und verloren.

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Deitingen legte los wie die Feuerwehr und verschlief für einmal den Start nicht. Bereits nach 30 Sekunden überflügelte Stampfli die Abwehrreihen und legte vor dem Tor quer zu T. Stalder, der zum ersten Torschuss kam. Es lief wie am Schnürchen und die Deitinger kamen bis in die 3. Minute zu drei Chancen, wovon mindestens zwei ein Tor hätten sein sollen. Doch so gut wie die Chancen herausgespielt wurden, so unpräzise war der Abschluss. S. Frei, Flury, T. Stalder, Murer, B. Frei und Roth – sie alle trugen sich teilweise mehrfach im Minutentakt in die Sünderliste ein. Wieso sie die Tore nicht machten? Das weiss man nicht ganz genau, wenn man danach googlet, dann ist die höchste Wahrscheinlichkeit eine Schwangerschaft. Auch die beiden Aluminiumtreffer sollen keine Ausrede sein.

Die Türken, welche sehr defensiv standen, meldeten sich nach einem weiten Freistoss von der Mittellinie auch mal zu Wort. In der 32. Minute konnte ein Solothurner Stürmer den weit getretenen Freistoss mit der Brust herunternehmen und mit einem Flachschuss aus der Halbdrehung Kissling zu einer Parade zwingen. Dann aber doch noch. Man glaubte es kaum, als die Führung für Deitingen doch noch Tatsache wurde. Nach einem schnellen Umschalten schickte T. Stalder den schnellen Flury in die Spitze, wo er den (zum Glück) herauseilenden Torhüter umlief und zum 0:1 einnetzte (37. Minute). Wer nun dachte, dass dies der Startschuss war, der täuschte sich. Keine 2 Minuten später kam der Gastgeber zu einem seitlichen Freistoss. Der gut getretene Ball von Zimmermann überflügelte einige Köpfe und schien ins Out zu rollen. Doch dem war nicht so. Wohl ganz knapp noch auf der Linie brachte ein TSCS'ler den Ball zurück vors Tor, besser gesagt auf den Kopf vom nicht bedrängten Gökgül, der zum Ausgleich einköpfte (39. Minute). Welche Effizienz. Welcher Neid der Deitinger über diese Effizienz. Welches Fluchen aufgrund des Neids der Deitinger wegen der Effizienz. Welches Wortspiel über das Fluchen wegen dem Deitinger Neid ausgelöst durch die Effizienz.

 

Jeder Jäger träumt von einem Reh, jeder Winter träumt von Schnee, jeder Chemie-Azubi vom eigenen Labor und die Deitinger von einem Tor. In der zweiten Halbzeit wollte der Gast nun sein Skore erhöhen und ihre grosse Dominanz aus der ersten Halbzeit in Zählbares umwandeln. Doch Zeiten ändern sich: Früher meinte mein Vater, wenn ich Kopfschmerzen hatte, ich soll mehr trinken. Heute sagt er mir, ich soll weniger trinken. In den ersten 10 Minuten liess man dem Gastgeber mehr Ballbesitz zu und ging nicht mit demselben Elan ans Werk wie zuvor. In dieser Phase spielten sie sich die beste Chance heraus und ein Stürmer konnte alleinstehend aus 7 Meter vor Kissling zum Schuss ansetzten. „Kraft vor Präzision" hiess dessen Motto und Kissling konnte die Kugel spektakulär, aber sehr schmerzhaft mit dem Kopf abwehren. Resultat: Kopfweh nicht aufgrund des Biers – eine neue Erfahrung.

 

Deitingen kam anschliessend aufgrund der besseren Kondition wieder ins Spiel und konnte sich weitere Chancen erarbeiten. Die Chancen waren nicht mehr alle ganz so gefährlich, doch hatte oft das Potenzial zum Führungstreffer. Die „Liste de Blamage" (nicht zu verwechseln mit der „Rue de Blamage" wo sich diese Herren des Öfteren aufhalten) wurde immer länger und in der 92. Minute noch mit dem Namen Zuber abgeschlossen. 1:1 – Endstand – grosse Freude bei den Solothurnern - grosse Leere bei den Deitinger: Als würde man im Chemieunterricht einen Witz machen und es gibt keine Reaktion (Vorsicht Wortspiel).

Fazit: Gemäss der Deitinger Bank hätte man allen Deitinger Zuschauer Geld geben müssen, dass sie sich diese Ineffizienz anschauten. Woche für Woche erläutern die Worte hier dasselbe: am Schluss zählen die Tore. Deitingen kann jedoch weiterhin von der Spitze grüssen, da die Kroaten sich ebenfalls mit einem Unentschieden (3:3 gegen Rüttenen) begnügen müssen und Italgrenchen als Verlierer (2:1 gegen Gerlafingen) vom Platz musste.

 

Türkischer SC Solothurn 1:1 (1:1) FC Deitingen
Brühl Solothurn, 80 Zuschauer
FCD: Kissling; S. Frei, Zuber, Bieri, Barrer; Murer, Roth (82. Scheidegger), B. Frei, T. Stampfli (58. Walter); T. Stalder, Flury
Tore: 0:1 Flury (37. Minute), 1:1 Gökgül (39. Minute)

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