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Erfolge im Überfluss - bis zum Überdruss

Erfolge im Überfluss - bis zum Überdruss

Der Präsident eines Fussballklubs schiesst keine Tore und lockt niemanden hinter dem Ofen hervor – könnte man meinen. Beim ehemaligen FC-Basel-Präsident Bernhard Heusler sieht das ganz anders aus.

Bewertung:  / 5
SchwachSuper 

In einer schlussendlich klaren Angelegenheit gewinnt Deitingen gegen das Schlusslicht Zuchwil 5:0 und grüsst neu von der Tabellenspitze. War die junge Truppe aus dem Solothurner Vorort spielerisch in den ersten 45 Minuten noch besser, sorgte Deitingen in den 10 Minuten nach der Pause für klare Verhältnisse.

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Die erste Halbzeit war auf Deitinger Seite geprägt von Fehlpässen, Kommunikationsfreudigkeit wie bei einer Neueröffnung einer Kläranlage und einer Konzentriertheit wie nach dem Zieleinlauf eines Iron-Man-Laufes auf Hawaii. Zuchwil – welches in ihrem Dorf den wohl weltweit besten Gastro-Kaffeemaschinen Hersteller Schaerer beherbergt (Vorsicht Schleichwerbung)- hingegen stand gut und beschränkte sich auf das Einfache. Mit rund 10 Mann standen sie sehr tief in ihren eigenen Reihen, konnten aber verschiedene im Ansatz gefährliche Konter fahren. Das erste Highlight des Spiels sorgte der kleine wirblige Zuchwiler Elmedin, welcher mit der Wucht einer Nordkoreanischen Wasserstoffbombe aus guten 30 Meter sich ein Herz fasste. Die Genauigkeit des Schusses glich jedoch der des Spielzeugs von Kim Jong Un und das Geschoss traf nur den Aussenpfosten (22. Minute). Wie die ganze Welt hoffte man auch in Deitingen, dass dies eine einmalige Sache gewesen sei.

Deitingen spielte sich im Laufe der Zeit auch ins Match und kreierte die eine oder andere Chance, wobei T. Stalder, Scheidegger und Flury aus guter Position nicht reüssieren konnten. Nicht zwingend, aber aufgrund der Chancen auch nicht total unverdient gelang dem Gastgeber durch den noch zum Matchwinner werdende T. Stalder der Führungstreffer. Mit einem platzierten Flachschuss aus 13 Meter bezwang er in der 32. Minute Röthlisberger. Anschliessend glichen die Deitinger die Aluminiumstatistik nach einem weiten Einwurf wieder auf Unentschieden.

Deitingen war in der Pause mit sich nicht zufrieden und wollte den Sack zumachen. Der Start war jedoch ganz anders. Bereits nach einer Minute spielte sich die Zuchwiler Offensive nach einem präzisen Seitenwechsel frei, der Schuss aus 18 Meter grüsste jedoch die Zuschauer auf der Terrasse. Wer schlimmes befürchtete, wurde im Gegenangriff beruhigt. Nach einem Steilpass auf T. Stalder konnte der sein Glück aus 10 Meter versuchen. Der Schuss wurde zwar noch vom Verteidiger geblockt, doch dadurch im hohen Bogen in die andere Ecke gelenkt (48. Minute). Das zweite Tor raubte dann scheinbar den Gästen das positive imaginäre Etwas, an dem sie sich halten konnten und dafür kämpfen wollten. Von da an kam nicht mehr der kleinste Eindruck auf, dass Deitingen dieses Spiel nicht gewinnen wird. Anschliessend konnte die Hert-Truppe den Sack auch endlich einmal zu tun. Flury erhöhte den Vorsprung nach einem scharfen Corner von S. Frei (59.), dann erneut T. Stalder mit einem identischen Tor wie das erste (70.) und zum Abschluss Zuber mit einem von T. Stalder herausgeholten Penalty konnten das 5:0 Endresultat festlegen.

Fazit: Nach einer schlechten ersten Halbzeit konnte Deitingen einen Zacken zulegen und die Machtverhältnisse der aktuellen Tabellensituation angleichen. Mit diesem Sieg konnte Deitingen die Tabellenspitze erobern und hat die grosse Ehre in zwei Wochen das Spitzenspiel gegen das punktgleiche Italgrenchen austragen zu dürfen. Davor kommt noch das Zückerchen im Cup gegen den FC Welschenrohr (2. Liga).

 

FC Deitingen 5:0 (1:0) FC Zuchwil

Grabmatt, Deitingen
105 Zuschauer
SR: Lars Bracher

FCD: Kissling; S. Frei, Zuber, Bieri, Hadzic; Flury (81. Jacques), Roth, Murer, Stampfli (76. Thomann); T. Stalder, Scheidegger (45. Affolter)

Tore: 1:0 T. Stalder (32. Minute), 2:0 T. Stalder (48.), 3:0 Flury (59.), 4:0 T. Stalder (70.), 5:0 Zuber (Penalty, 83.)

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