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Bellach gewinnt das Verfolgerduell und schafft den Zusammens…

Bellach gewinnt das Verfolgerduell und schafft den Zusammenschluss

Es war ein spannendes, von der Taktik geprägtes Verfolgerduell. Opportunistisch nutzte Bellach seine Chancen zur 2:0-Führung, während Fulenbach trotz massiver Schlussoffensive nur noch der Anschlusstreffer zum 2:1-Schlussresultat gelang. Mehr Bilder gibt es hier

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Unterstütze uns - es muss ja nicht mit Deinem letzten Hemd sein

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Herzogenbuchsee hat im letzten Saisonspiel das kleine Wunder verpasst, in elf Spielen einen elf Punkte Rückstand auf Zollbrück wettzumachen. Gegen den Gruppensieger der Berner 3. Liga Gruppe 4 verliert Buchsi nach spektakulärer Partie mit 3:5. Trotz der ersten und einzigen Niederlage in der Rückserie darf das Team vom Trainerduo Slobodan «Bobo» Banjalic und Roger Kummer stolz auf die insgesamt sehr starke Rückrunde sein.

Gespielt sind 52. Minuten als die Sportanlage Waldäcker kurz – aus FCH-Sicht viel zu kurz – in ein Tollhaus wird. Binnen sieben Minuten wenden die Buchser einen frühen 0:2-Rückstand in einen 3:2-Vorsprung und zu diesem Zeitpunkt wäre das «Wunder von Herzogenbuchsee» perfekt, der FC Zollbrück der vor der Rückserie noch elf Zähler Vorsprung hatte ist in dem Moment eingeholt aufgrund der tieferen Anzahl an Strafpunkten (FCH 40, Zollbrück 44). Doch der Traum vom kleinen «Buchsi-Wunder» lebte gerademal drei Minuten ehe der FCZ ausgleichen konnte. Im Gegensatz zur bisherigen Rückrunde war die FCH-Defensive letztlich zu anfällig und verlor am Schluss ein packendes, spektakuläres Spitzenspiel vor rund 350 Zuschauern mit 3:5. Dabei wäre alles angerichtet gewesen. Perfektes Wetter (knapp 30 Grad, Sonnenschein pur), gute Ausgangslage (mit einem Sieg und nicht mehr als drei Strafpunkten gegenüber Zollbrück), viele Zuschauer (rund 350 Fussballfans) sowie der FCH-Formstand (elf Spiele in Folge ungeschlagen, davon 10 Siege). Doch im Gegensatz zum bisher tollen Rückrundenverlauf (28 Punkte aus 10 Spielen) wirkte der FCH fahrig, behäbig und Ultranervös. Den FCH-Akteuren war anzusehen, dass man erstmals überhaupt in dieser Spielzeit vom Gruppensieg träumen konnte. Die Emmentaler starteten klar besser, setzten die FCH-Defensive mit starkem Pressing früh unter Druck und bereits nach sechs Minuten konnte der Gast jubeln als Patrick Zürcher das 1:0 erzielte. Nur sechs Minuten später der erneute Nackenschlag für den nervösen Gastgeber. Yanick Blaser netzt zum 2:0 für den FCZ ein. Zu diesem Zeitpunkt fand die beste Rückrundenmannschaft nicht statt. Es dauerte auch ein weilchen bis sich die Buchser ins Spiel zurück kämpfen konnte. Erst so nach 20 Minuten konnte die Nervosität beiseite gelegt werden, ohne die starken Gäste zu diesem Zeitpunkt wirklich zu gefährden. Zollbrück stand defensiv sicher und liess nur wenig zu und wenn mal was vor das Gehäuse der Gäste flog, wirkte Zollbrück-Goalie Fabian Gfeller (noch) sicher und souverän.
Doppelschlag nach der Pause
Es war schon die Nachspielzeit der ersten Hälfte am laufen als doch Spannung ins Spiel zurückkehrte. Nach einem Flankenball köpfte Dan Gygax zum Erstaunen aller Zollbrücker in den rechten hinteren Torecke zum Anschlusstreffer. Die meisten der rund 350 Zuschauer auf der Sportanlage Waldäcker durften wieder träumen. Der FCH war definitiv zurück in diesem «Showdown» wo es um alles oder nichts ging. Zu Beginn der zweiten Halbzeit (48.) kam es dann noch besser, nach tollem Kombinationsspiel schloss der zur Pause eingewechselte Robin Geiser einen Angriff mustergültig zum 2:2-Ausgleich ab. Jetzt war der Gastgeber definitiv zurück und der FCH powerte und nun wirkte das über weite Strecke sehr souverän agierende Zollbrück nervös und fahrig. Nach einem Flankenball von der rechten Seite war Dan Gygax schneller zur Stelle als der heranbrausende Zollbrück-Torwart und so köpfte der FCH-Topskorer (31 Saisontore!) die Gastgeber erstmals in Führung. Nun durfte Herzogenbuchsee nach einer kräfteraubenden Aufholjagd und einer perfekten Rückrunde (ohne Niederlage) träumen. Doch um die Sensation zu schaffen – Zollbrück noch einzufangen – hätte man Defensiv sicherer agieren müssen. Es schien, als die FCH-Spieler die Sache mit den Strafpunkten im Kopf hatten und deshalb die Zweikämpfe nicht wie gewünscht annahhm, zaghaft und zu fehlerhalft agierte. Nur drei Minuten nach dem umjubelten 3:2 folgte der Dämpfer mit dem 3:3-Ausgleich. Zehn Minuten später war es Luca Beutler der die Emmentaler neuerlich in Führung schoss. Herzogenbuchsee war zwar bemüht, doch die riesige Aufholjagd in der Rückrunde und in diesem Spiel bei hochsommerlichen Temperaturen (knapp 30 Grad Celsius) zollten ihren Tribut. In der 71. Minute sorgte Vladislav Spunda noch für das 5:3 des FCZ und obwohl das Heimteam noch alles versuchte um neuerlich zurück zu kommen, gelang dies nicht mehr. Somit sicherte sich Zollbrück trotz mässiger Rückrunde (23 von 33 möglichen Punkte, zum Vergleich Herzogenbuchsee das von 33 möglichen Punkte 28 Zähler holte) den Gruppensieg und darf an den Aufstiegsspielen gegen den Sieger der FVBJ 3. Liga Gruppe 1 (Interlaken) teilnehmen. Obwohl es im Showdown letztlich nicht reichte, so verpasste Herzogenbuchsee den Gruppensieg letztlich in der mässigen Vorrunde (nur 20 von 33 möglichen Zählern). Es war aber eine tolle Rückrunde auf die das Team vom scheidenden Trainer Slobodan Banjalic stolz sein kann. Es war fantastisch, dass sich der FCH ein solches Spiel vor einer tollen Kulisse erkämpfen konnte. Gelingt es in Zukunft zwei solch herausragende Serien zu spielen, dann darf definitiv vom Gruppensieg geträumt werden. Schliesslich ist aufgeschoben nicht aufgehoben.

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