Es darf auch einmal der gefiederte Ball sein

Für die Derendinger Frauen geht es in der Nationalliga B am Samstag mit dem Auswärtsspiel gegen Luzern wieder mit dem Meisterschaftsbetrieb los. Mit einem breiteren Kader soll der Abstand zu den Abstiegsplätzen möglichst rasch vergrössert werden.

Badminton hat nicht wirklich viele Gemeinsamkeiten mit Fussball und die Derendingerinnen verstehen so viel – oder eben wenig – von dem Sport mit dem Federball, das eine sogar mit dem Squash-Schläger auftauchte. Kein Problem, Patrick Anderegg konnte alle mit gemieteten Badmintonschlägern ausrüsten. „Wir wollen Spass haben“, erklärte der SCD-Trainer das etwas andere Training in den Hallen im Solothurner CIS, „ich will mit dem Teamevent die Trainingsroutine durchbrechen.“ Bei den jungen Frauen kam das bestens an. Mit Freude und grossem Einsatz gingen sie ans ungewohnte Spiel und die eine oder andere dürfte am nächsten Morgen mit Muskelkater im Gluteus maximus erwacht sein.

Das Ziel war hoch gesteckt. Der SCD wollte in der Nationalliga B vorne mitmischen. Das ist nicht gelungen, vor allem weil nur gerade 18 Tore gelangen. Die Hälfte davon schossen Bahtie Abdyli (5) und Claudia Budmir (4), die aber ganz bescheiden zugibt, dass eines davon eigentlich ein Eigentor einer gegnerischen Spielerin gewesen ist.

„Wir hatten oft zu wenig Spielerinnen. Manchmal waren es nur 12 oder 13 und ich musste bei der Aufstellung immer wieder improvisieren, was uns einige Punkte gekostet hat“, erklärt Patrick Anderegg, warum die Punkteausbeute unter den Erwartungen blieb. Rücktritte gab es keine, obwohl die Herbstrunde etwas frustrierend verlief. Nun hat der SCD reagiert und das Kader erweitert. Das Problem sei gelöst: „Mit Carla Hager und Annina Sommer sind zwei unserer Spielerinnen aus den USA zurückgekehrt und mit Julia Imoberdorf und Lina Schläfli kehren zwei U19-Spielerinnen von den Berner Young Boys zum SCD zurück.“

Und so gehen die jungen Derendigerinnen optimistisch ins neue Jahr, obwohl die Trainingsbedingungen alles andere als ideal waren. Der Rasen auf der heimischen Heidenegg ist im Winter nicht bespielbar, der Kunstrasen im Solothurner Stadion wie immer komplett besetzt und auch der neue Platz im Sportzentrum Zuchwil ist bereits ausgebucht. So müssen die Derendingerinnen weiterhin um 20.30 Uhr in Burgdorf trainieren. Ein besseres Zeitfenster war nicht zu bekommen, weil in Burgdorf – wie überall – die einheimischen Vereine bevorzugt werden. Sogar das erste „Heimspiel“ gegen Rapperswil-Jona muss der SC Derendingen am 1. März noch in Burgdorf austragen.

Frauen 2. Liga