Trimbach wirft Deitingen aus dem Cup

Mit einem klaren Resultat von 4:1 besiegt Trimbach Deitingen im 1/16-Final des Solothurner Cups, wobei das Spiel nicht ganz dasselbe Bild zeigte.

 

Deitingen war nicht wieder zu erkennen. Die Hausherren agierten in der Startphase sehr zurückhaltend und emotionslos.  Ebenfalls sah sich Trainer Hert dazu gezwungen, die beiden Innenverteidiger Zuber und Bieri durch nichtgelernte IV’s zu ersetzten, wodurch sich die defensive Abstimmung vorerst noch auf Klassenfahrt befand. Offensiv lief nur beim Zweitligisten etwas, was sie auch eiskalt ausnutzen konnten. Mit dem ersten Schussversuch konnten sie direkt in Führung gehen. Ein unplatzierter Schuss, nach einer auffälligen Einzelaktion von Tonus - wobei die Deitinger Defensive viel zu passiv agierte - fand den Weg via S. Frei’s Wade ins Tor (9. Minute). Keine Zeigerumdrehung später tauchte Baumgartner - der Dreh- und Angelpunkt der FCT Offensive – bereits wieder vor der Deitinger Strafraumgrenze auf, wo er durch ein unnötiges Foul gestoppt wurde. Den Freistoss aus 16m+Jasskartenlänge nutzte D. Schalt, um seinen berüchtigten linken Fuss zu präsentieren und versenkte die Kugel gekonnt ins kurze Eck.

Deitingen hatte in dieser Startphase etwa so viel zu melden, wie ein 2-Jähriger bei der Parkettbodenauswahl bei der Wohnungsrenovation seiner Eltern, und war nach dem Doppelpack sichtlich geschockt. Aufgeben kam jedoch nicht in Frage und so war es, dass ein Raunen durch die noch optimistischen Deitinger Fans ging. Dieses Positive, das durch den Alleingang aufs gegnerische Tor von Arslan heraufgeschworen wurde, wurde abrupt durch einen vermeintlichen Offsidepfiff in Selbstmitleid und Konsternation umgewandelt. Deitingen kam anschliessend ins Spiel und legte sein Verhaltenes Benehmen immer wie mehr ab. Doch ist der Wurm drin, ist der Wurm drin. Mit der dritten Aktion Richtung Kisslings Gehäuse schäpperte es direkt zum dritten Mal (25. Minute). Der FCD Torhüter präsentierte sich beim Gewaltschuss von S. Schalt aus 9 Meter nicht gerade im Sonnenlicht, da der Schuss direkt auf ihn kam.

 

Mehr Torschüsse folgten von Trimbach anschliessend nicht. Hätte ja dann auch tendenziell die 100%-Erfolgsquote kaputt gemacht. Deitingen gab sich auch nach dem dritten Dämpfer nicht auf und blitzte mit ihrem Können ab und zu auch auf. Gefährliche Corners und Aussenrushs kündeten die Kehrtwende ein, welche mit einer schön anzusehenden Tiefpassaktion von Arslan auf Murer mit dem 1:3 belohnt wurde (42. Minute).

 

Trimbach hatte nach ihrem dritten Tor mehr als einen Gang zurückgeschalten und konnte dies in der zweiten Hälfte auch nicht mehr ändern. So startete Deitingen, wie von Trainer Hert in der Pause angepeitscht, mit grossen Vorteilen. Doch das Glück war dem Unterklassigen an diesem Tag nicht hold. Topscorer Stalder verfehlte doppelt aus aussichtsreicher Position, sowie Arslans Glücksgefühle wurden von der Querlatte verschlossen gehalten. ein Tor hätte anhängen müssen, dass die Deitinger Büchse der Pandora geöffnet worden wäre und dem Spiel einen grossen Spannungsgehalt beschert hätte. Trimbach konnte seinerseits keine weitere nennenswerte Aktion aus dem Spiel mehr an den Abend legen und sah die Deitinger das Spiel machen. Gerade als die Wasserämter in der 79. Minute auf eine offensivere Ausrichtung umstellte, verabschiedete sich das Glück definitiv Richtung Feierabend und erneut war es S. Schalt, welcher mit dem Schuss des Jahres von der Mittellinie(!) in die linke Filette einnetzte.

 

Fazit: Deitingen war zu Beginn nicht auf der gewohnten Höhe und wurde dafür hart bestraft. Trotz massiver Steigerung konnte Trimbach nicht in Verlegenheit gebracht werden. So läuft’s im Fussball. Hochs und Tiefs sind Nachbarn und nachts ist‘s kälter als draussen.

 

FC Deitingen 1:4 (1:3) FC Trimbach

FCD: Kissling (46. F. Kofmel); Eberhard, S. Frei, Hadzic, T. Stampfli; Roth, B. Frei; Huser, Murer, Arslan (78. J. Kofmel); Stalder

Tore: 0:1 Oguzhan Tonus (9. Minute), 0:2 Dominik Schalt (10.), 0:3 Sandro Schalt (25.), 1:3 Murer (43.), 1:4 Sandro Schalt (80.)