Keine Überraschung in Dulliken

Keine Überraschung in Dulliken. Der Zweitligist Wangen siegte im Solothurner Cup standesgemäss 7:2 und steht im Viertelfinal.

Der Cup kennt bekanntlich seine eigenen Gesetze. Oft gelingt es einem Unterklassigen dem Favoriten ein Bein zu stellen. Im Achtelfinal des Soloturner Cup zwischen Drittligist Dulliken und dem momentan zweitplatzierten FC Wangen aus der 2. Liga waren die Rollen grundsätzlich verteilt. Dennoch warnte Wangens Trainer Bozo Predojevic seine Spieler, den Gegner auf keinen Fall zu unterschätzen oder gar vor einem überheblichen Auftritt. Wie sich zeigen sollte, kam diese Warnung zu Recht, tat sich doch der Oberklassige lange Zeit  schwer, sein in der Meisterschaft zuletzt erfolgreiches Spiel aufzuziehen. So lange ihre Kräfte ausreichten, wehrten sie die Einheimischen mit allen ihren zur Verfügung stehenden Kräften. Nicht selten auch mit übertriebenem Eifer, wie die gegen sie ausgesprochenen fünf Verwarnungen zeigten.

Während den ersten 45 Minuten wurde wenig sehenswerte Fussballkost geboten. Die Wangner hofften wohl darauf, den Gegner im zweiten Spielabschnitt in den Griff zu bekommen, dann, wann die Kräfte des Gastgebers schwinden würden. Und die Dulliker dachten offenbar schon daran, mit einen 0:0 in die Pause gehen zu können. Doch im für sie dümmsten Moment, in der ersten Nachspielminute, war es Avni Halimi der einen Strich durch diese Rechnung machte. Es stand doch noch 0:1.

Nach dem Seitenwechsel traf das ein, was man allgemein erwarten konnte oder musste. Der Klassenunterschied kam mit zunehmender Spieldauer immer mehr zum Ausdruck. Fünf Minuten waren nach Wiederbeginn gespielt, als an der Anzeigetafel bei Wangen die Zwei aufleuchtete. Erneut war Avni Halimi erfolgreich. Nur zwei Minuten später schloss Fatlum Kastrati mit einer Direktabnahme zum dritten Wangner Treffer ab. Noch etwas wie Spannung kam wiederum nur zwei Minuten später auf, als es Mario Chimuco gelang, auf 1:3 zu verkürzen. Das wiederum war so etwas wie ein Weckruf für die Wangner. Noch vor Ablauf einer Stunde Spielzeit erzielt Innenverteidige Blerim Bekteshi mit einer sehenswerten Direktabnahme das 1:4, was gleichzeitig die Vorentscheidung bedeutete. In Sicherheit wiegend, ermöglichten die Gäste den Dullikern durch Robin Schenk ein zweites Tor. Der vorerst nicht in der Startformation stehende Josip Jukic stellte nach seiner Einwechslung die alte Tordifferenz wieder her. Beim 2:6 zauberte Avni Halimi den Ball sozusagen ins gegnerische Netz. Für das Schlussresultat war schliesslich wiederum Josip Jukic verantwortlich, der einen Doppelpass mit dem 2:7 abschloss.

Gespannt können nun die Wangner auf die Auslosung für den Viertelfinal warten, welche dann im nächsten Jahr zu Beginn der Rückrunde ausgetragen werden.

Dulliken (3) – Wangen bei Olten (2) 2:7 (0:1)

Sportplatz Ey, - 120 Zuschauer, - SR: Oguzalp Baladin.

Tore: 45+1. Halimi 0:1, 50. Halimi 0:2, 42. Kastrati 0:3, 54. Mario Chimuco 1:3, 58. Bekteshi 14, 69. Schenk 2:4, 73. Jukic 2:5, 76. Halimi 2:6, 77. Jukic 2:7.

Dulliken: Delic; Hagmann, Ljaljic (59. Solimine), Schenk; Esposito (55. Picchieri), Gashi (54. Gaffuri), Curic, Tahiraj (77. Tocci), Da Costa; Duraku (76. Edson Chimuco), Mario Chimuco.

Wangen bei Olten: Grob, Näf, Trgo, Bekteshi (78. Trösch), Titone (69. Sonzamanci); Ziba (78. Krivic), Dzombic, Kastrati, Daka (59. Luterbacher); Halimi, Burkhardt (59, Jukic).

Verwarnungen: Dulliken 5, Wangen 1.