Deitingen hält Balsthal durch Unentschieden auf Distanz

Im Spitzenspiel bekamen die Zuschauer auf der Grabmatt keine Tore zu sehen. Ein hartumkämpftes Spiel endete mit der Punkteteilung, was den Balsthaler nicht wirklich hilft.

Deitingen wollte es dem FC Solothurn ähnlich tun und sich vorzeitig «ziemlich sicher» für die Aufstiegsspiele qualifizieren. Mit einem Sieg hätte man 8 Punkte Vorsprung auf die Kluser gehabt, bei noch 3 ausstehenden Partien. Doch das Spitzenspiel war geprägt von langen Bällen in die Spitze, Zweikämpfen und Chancen gab es gesamthaft nur eine Hand voll – diese waren jedoch alle hochkarätig. Der vergangene Regen liess den Platz ein wenig tiefer daherkommen, doch noch ideal zu bespielen. Einfluss hatte dieser auch auf Solothurn – die Kantonshauptstadt liegt momentan nicht mehr am Meer, sondern tatsächlich an einem Fluss, wo das Wasser nicht mehr stillsteht.

Deitingen erwischte einen schier schlechten Start und musste in den ersten 60 Sekunden mit zwei Unsicherheiten von Zuber und Kissling schon den Puls höherschlagen lassen. Zwar ist resultatmässig nichts passiert, doch die Startphase gehörte dann den Gästen. Deitingen hatte Mühe den Ball gekonnt in den eigenen Reihen zu zirkulieren und in der hintersten Reihe sah man sich Mal für Mal gezwungen, den weiten Ball zu geben. Balsthal führte die feinere Klinge und bekamen von den Deitinger oft zu viel Platz, sodass sie nahe an Kisslings Tor kamen. Den Abschluss dieser Phase hatte Petrovic, welcher nach einer herrlichen Doppel-Doppel-Pass Aktion alleine vor Kissling stand. Die Deitinger Nummer eins löste mit einer wunderbaren Fussabwehr die Aufgabe bravourös – 100% Quote! Doch dieses Mal im positiven, da dies er einzige Schuss auf sein Tor sein sollte.

Deitingen liess Defensiv fast nichts mehr zu und begann auch, sich in der Offensive zu zeigen. Die erste Halbzeit hatte viel Tempo und beide Teams liessen sich nicht auf die Äste raus. Aus Deitinger Sicht hatte Stampfli die beste Chance, den Abschluss aus 12 Metern wurde in Extremis noch von einem KB’ler abgelenkt.

 

In Halbzeit zwei erwischte der Gastgeber den besseren Start, Hadzic gewann von nun an fast all seine Zweikämpfe, wodurch Deitingen zu Topchancen kam. Innert Kürze wurden die Scheinwerfer zwei Mal auf den Jungspund Stampfli gerichtet – doch beide Male scheiterte dieser. Zuerst war es der schnelle Flury, der seinen Gegenspieler Novo hinter sich liess und von der Grundlinie Quer legte. Alleine vor dem Tor befreite Stampfli jedoch zum Einwurf. Gleich danach war es die Kampfsau S. Frei, der es mit einer perfekten hohen Flanke versuchte, doch «Kevin alleine Zuhause», ähhh «Stampfli alleine vor dem Tor» reüssierte erneut nicht.

Die Zeit spielte gegen Klus-Balsthal, sodass sie sich in der 75. Minute entschieden, den Captain und Innenverteidiger Scherrer in die Spitze zu schicken. Deitingen musste sich wenig neu organisieren, biss sie die Mehrzahl von Gegenspieler geordnet hatten. Dies jedoch ohne eine gefährliche Szene überstehen zu müssen. Deitingen war tiefer in seiner Hälfte, hatte aber in der Offensive viel Platz. So kam die Zeit der guten Chancen: Flury konnte in der 82. Minute nach perfektem Zuspiel alleine auf Fernandez los, der Abschluss landete jedoch zentral auf der Torhüterbrust. Nur wenige Minuten später ging erneut ein Raunen durch die Zuschauer, als der eingewechselte Mühlethaler die Kugel völlig frei aus 18 Meter auf dem Fuss hatte. Das Geschoss, welches Kraft wie Panzer und Traktor hatte, flog jedoch rund 20 cm über die Latte.

Den Schlusspunkt war sinnbildlich für das ganze Spiel und ein Kreis schliess sich. Nachdem die beiden Captains sich vor dem Anspiel zum Münz-Duell trafen – wo Scherrer die Oberhand hielt – trafen sie sich zum Abschluss der Partie erneut. Ein letzter Steilpass in den 16er von Deitingen, krallte sich Kissling – Revanche für die Münz-Niederlage! – doch wurde er anschliessend so hart unterhalb des Knies (nicht am Zirkus – Vorsicht Wortspiel) getroffen, dass ihm ein sehr schmerzhafter Sonntag bevorsteht.

Fazit: Die Niederlage kommt eindeutig den Deitinger entgegen. In Anbetracht der Chancen wäre ein Sieg jedoch allemal drin gelegen. «Wir benötigen 6 Chancen für ein Tor und heute hatten wir halt nur 5», analysierte Trainer Hert nach dem Spiel. Die Effizienz – ein Fall für sich in Deitingen.

Ein Lob geht auch den Schiedsrichter Samuel Bohren, der nach zwei Jahren wieder einmal eine Pfeife in der Hand hielt (ein Schelm, wer falsches denkt). Dank seiner ruhigen, ehrlichen, aber bestimmten Art hatte er das Spitzenspiel immer im griff und erstickte jede Hektik im Keim.

FC Deitingen 0:0 FC Klus-Balsthal

Grabmatt Deitingen, 130 Zuschauer

FCD: Kissling; Eberhard, Zuber, Bieri, Barrer; Murer (78. Mühlethaler), Hadzic, Günther, S. Frei; Stampfli (72. Huser), Flury

 

3. Liga, Gruppe 1

3. Liga, Gruppe 2