Lommiswil nutzt gegen Wangen den Heimvorteil zu hundert Prozent

Bei der Platzwahl stellte sich für Wangen nicht die Frage, wollen wir die 1. Halbzeit mit oder gegen den Wind spielen, sondern vielmehr spielen wir zuerst bergauf oder bergab? Rund zweieinhalb Meter beträgt die Höhendifferenz von einem Tor zum andern in Lommiswil, der Rasen hingegen schien von aussen gesehen in einem ordentlichen Zustand. Schien, denn im Verlaufe der Partie zeigten sich doch recht viele Unebenheiten. Ganz klar, die Bedingungen waren für beide Teams identisch, entscheidend war somit, wer sich mit den Gegebenheiten besser zurecht finden würde.

Die Besucher schienen sich anfänglich gut eingestellt zu haben, kamen sie doch noch vor Ablauf der ersten fünf Minuten durch Aaron Burkhardt zu zwei ausgezeichneten Torchancen, die der diesmal mit der Startformation auflaufende Stürmer aber versiebte. Einen Schreckensmoment erlebten die Wangner schon in der Anfangsphase. Captain Getuar Preniqi musste mit schmerzverzehrtem Gesicht von Platz geführt werden. Er wurde durch Lars Luterbacher ersetzt. Die bedingten Umstellungen zeigten Wirkungen, kam doch der anfängliche Schwung der Gäste ins Stocken.

Ein individueller Fehler des Wangner Aussenverteidigers machte es den Platzherren leicht, nach zwanzig Minuten in Führung gehen zu können. Nicolas Urosevic nahm die Offerte an und brachte die Platzherren in Front.  Nach und nach faden sich die Besucher wieder und versuchten mit einem gepflegten Aufbauspiel die Platzherren in Verlegenheit zu bringen. Mit viel Einsatz und enormer Laufarbeit stellte sich die Leberberger diesem Vorhaben bis zur 39. Minute erfolgreich entgegen. Dann aber schlug es auch bei ihnen ein. Lars Luterbacher traf nach guter Vorarbeit von Aaron Burkhardt zum 1:1 Ausgleich. Dabei blieb es bis zum Seitenwechsel.

In Halbzeit zwei blieben die Gäste ihrer Taktik treu, das heisst mit ihrer spielerischen Überlegenheit den angestrebten Sieg zu realisieren. Doch nach genau einer Stunde Spielzeit realisierten die Gastgeber. Cedrik Hunziker schloss einen Konter erfolgreich ab.  Die Wangner stemmten sich in der Folge gegen die drohende Niederlage. Dabei fehlte es ihnen allerdings am bedingungslosen Einsatz, so wie ihn die Einheimischen praktizierten. In der Nachspielzeit hatte Lars Luterbacher den Ausgleich auf dem Fuss. Sein Schuss war aber um Zentimeter zu hoch angesetzt. Der Ball landete statt im Tor im naheliegenden Maisfeld. Der über alles gesehene glückliche Sieg der Gastgeber war Tatsache. Die Wangner ihrerseits werden gut daran tun, ihre zweifelsohne vorhandene spielerische Qualität mit dem notwendigen Teamgeist in Einklang zu bringen. Die Möglichkeit dazu haben sie im nächsten Heimspiel am Samstag, 12. September gegen Klus-Balsthal.

Lommiswil – Wangen bei Olten 2:1 (1:1)

Weiher – 120 Zuschauer – SR: Nenad Skolonja.

Lommiswil: Bracher; Herzog, Belloni, Karpf, Neff, Sonderegger, Bachmann, Choque (59. Zumstein), Urosevic (85. Dornbierer); Hunziker, Ebel (77. Neff).

Wangen b. O.: Pavic, Näf, Trgo, Dzombic; Preniqi (8. Luterbacher), Moser, Kastrati, Ziba (65. Daka), Dibrani; Burkhardt (53. Bekteshi), Jukic.

Verwarnungen: 35. Belloni (L), 53. Burkhardt (W), 85. Berisha (W), alle wegen Foulspiel).

 

Kommentar schreiben

Spiele und Tabelle 2. Liga SO

Top Scorers