Not gegen Elend - Subingen war in Balsthal etwas weniger schlecht

Zum letzten Spiel der Vorrunde begrüsste Klus/Balsthal auf dem Sportplatz Moos den FC Subingen, der nach den letzten Spielen in eine Mini-Krise gerutscht war. Zuletzt scheiterte man im Cup bereits im Achtelfinale ungewohnt früh an Zuchwil.

Trotzdem war es das Team aus dem Wasseramt, das von Beginn an das Spiel diktierte, während die Kluser mehrheitlich dem Ball hinterherliefen. In der Startphase blieb man dem bisherigen Prozedere treu: 6. Minute - Ballverlust in der Vorwärtsbewegung - Foul - Freistoss - Tor - früher Rückstand. Ein Missverständnis zwischen Teutschmann und seinen Vordermännern liess den Ball schlussendlich unberührt ins lange Eck rollen.

Die Partie war lanciert und bis zum zweiten Tor dauerte es gerade einmal weitere acht Minuten. Eine Flanke von Ferreira, die eigentlich eine leichte Beute für Schwaller schien, wurde vom Torhüter jedoch fallen gelassen. Kostadinovic stand richtig und spitzelte den Ball zum Ausgleich rein. Subingen liess sich dadurch nicht beirren und zog weiterhin sein Spiel auf. Gesucht wurden immer wieder die schnellen Aussenläufer, welche erstaunlich viel Platz vorfanden. Bei solch einem Vorstoss in den Strafraum wurde in der 28. Minute ein Subinger nach einem Hakentrick klar von den Beinen geholt. Auch der sechste (!) verschuldete Elfmeter dieser Vorrunde fand den Weg ins Tor, obwohl Teutschmann noch dran war. Bis zur Pause blieb es bei diesem Resultat, nachdem Subingen bei weiteren Vorstössen zu inkonsequent agierte.

Ebenfalls zum sechsten Mal in dieser Vorrunde startete man mit einem Rückstand in die zweite Halbzeit, für die es eigentlich nur eine Beschreibung gibt: Not gegen Elend. Ein Vierfachwechsel in der Halbzeit brachte bei den Thalern nur zu Beginn etwas Schwung rein, der aber schnell verflog. Auch die Gäste konnten nicht mehr viel Sehenswertes bieten, sodass viele lange Bälle getreten wurden. Zu erwähnen bleibt eine Grosschance für die Wasserämter, bei der eine Hereingabe in den Fünfmeterraum nur noch hätte eingeschoben werden müssen, jedoch über den Zaun hinter dem Tor flog.

In der letzten halben Stunde wurde dann mehrheitlich lamentiert, statt Fussball gespielt. Da ein Jammern, dort ein Reklamieren und wieder wo anders ein Abwinken. Die Zweikämpfe wurden auf dem schwer zu bespielenden Rasen ebenfalls härter. Die Linie des Unparteiischen schien beiden Teams nicht ganz klar zu sein, da es mehrfach zu Diskussionen kam. Als nach unzähligen taktischen Fouls auf beiden Seiten, Ballwegschlagen, einem gestreckten Bein, einem Nasenbeinbruch und selbst einem Betreten des Platzes mit Ohrenschmuck die Karten jeweils ausblieben, musste man sich doch fragen, ob diese eventuell in der Kabine vergessen wurden. So schien es, als wollte der Schiedsrichter nach Schlusspfiff noch kurz das Gegenteil beweisen, als er El Ouahmani nachträglich auf Empfehlung seines Assistenten noch die rote Karte wegen angeblicher Beleidigung zeigte.

Subingen musste hier nicht über sich hinauswachsen, um die drei Punkte mit nach Hause zu nehmen. Letztendlich waren es erneut unnötige Gegentreffer, die resultatmässig den Unterschied machten. Der Sieg geht trotzdem aufgrund des Chancenplus absolut in Ordnung, zumal die Kluser über 90 Minuten eine miserable Leistung zeigten.

Eine zweite Sicht auf das Spiel gibt es hier

Klus/Balsthal – Subingen 1:2

Moos. - 180 Zuschauer. - SR Beka.

Tore: 7. Csima 1:0. 14. Kostadinovic 1:1. 27. Schwaller (Foulpenalty) 1:2.

Klus/Balsthal: Teutschmann; Ferreira (46. Achermann), Bruttel, Eminovic, Nganga (46. Berger); El Ouahmani, Petrovic, Scherrer, Shala (46. Perez); Kostadinovic, Jankovic (46. Kaya) .

Subingen: Schwaller; G. Moser (87. Veronica), Csima, Ch. Moser, Brunner; Hysniu (76. Pauli), Baschung (81. Widmer), Gasche, Kummer; Affolter, Sterki.

Platzverweis: El Ouahmani (Schiedsrichterbeleidigung nach dem Schlusspfiff).

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