Biberist trifft in der 96. Minute zum 5:4 gegen Wangen

Im Lager des FC Wangen bei Olten frägt man sich nach der dritten Niederlage in Folge, mit wiederum nur einem Tor Differenz, ob sich denn alle und alles gegen sie verschworen habe. Die Frage sei berechtigt.

So mussten die Gäste zwei Elfmeter entgegen nehmen, wobei einer davon umstritten war. Und dann der KO-Schlag in der 96. Minute. Oguzalp Baladin zeigte klar und deutlich eine Nachspielzeit von fünf Minuten an. Die Wangner hatten kurz vor Spielende zum 4:4 ausgeglichen und wären aufgrund des Spielverlaufes mit abwechselnden Führungen wohl mit dem Unentschieden zufrieden gewesen. Diese fünf Minuten waren verstrichen, als die Platzherren mit einem Lucky Punch doch noch zum Siegtreffer kamen, worauf der Schiri das Spiel abpfiff. Da wurden bei den Wangnern zwangsläufig Erinnerungen wach, als sie kürzlich in Härkingen beim Stande von 3:3 zu einem Eckball kamen, diesen aber nicht mehr ausführen konnten. Begründung des Spielleiters damals: Die Nachspielzeit ist abgelaufen. Es scheint, dass eben nicht alle Uhren gleich gehen.

Das Spiel verlief so, wie man es sich grundsätzlich wünschen könnte, keine Mannschaft konnte sich eine vorentscheidende Führung erarbeiten. Schon in der vierten Minute gingen die Gastgeber in Führung, nur zwei Minuten glich Wangen aus. Es folgte das 2:1 mittels Penalty, ehe Getuar Preniqi in der 29. Minute erneut ausgleichen konnte. Und wiederum nur zwei Minuten später zeichnete sich Lars Luterbacher als zweifacher Torschütze aus. Die Gäste führten 2:3. Zehn Minuten später erneut Penalty gegen Wangen und erneut traf Roman Rüegsegger vom Punkt aus zum Ausgleich.

Nach dem Seitenwechsel brachte Boris Flury seine Farben wieder in Führung, welche Bestand zu haben schien. Doch zwei Minuten vor Ablauf der regulären Spielzeit gelang Einwechselspieler Gezim Ziba doch noch das 4:4. Dieser Spielstand hätte wohl dem Spielverlauf in etwa entsprochen, hätten alle Uhren gleich getickt. Dass dem nicht so war, wurde bereits erwähnt. Jubel bei den Platzherren, hängende Köpfe bei den Besuchern und ein wohl überfordertes oder gar ratlos wirkendes Schiedsrichter-Trio offenbarten das Schlussbild.

 

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Kommentare   

+7 # Berechtigte KritikHans Peter Schläfli 2019-10-14 15:05
Die Kommentare sind durchaus berechtigt. Der Bericht wurde leicht angepasst.
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+31 # Teil 2Zuschauer 2019-10-13 20:59
Den Schiedsrichtet hier namentlich zu erwähnen und an den Pranger zu stellen finde ich falsch und grenzt an Respektlosigkeit. Den Vergleich mit einer anderen Situation finde ich auch nicht passend, da es als Schiedsrichter ein gewisses Mass an Entscheidungsraum gibt. Dies als Argument zu nutzen, zeigt den Bedarf, Ausreden suchen zu müssen.

Ich hoffe, dass Herr Straumann, das nächste mal einen objektiveren, gerechten und nicht realitätsfremden Artikel schreibt, welche die Leistungen des Schiedsrichters bei so einem hektischen Spiel würdigt.
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+28 # Teil 1Zuschauer 2019-10-13 20:58
Es wirkt sehr widersprüchlich, zu erwähnen, dass man die Fehler bei sich suchen sollte, jedoch trotzdem dem Schiedsrichter die Schuld gibt... obwohl man 4 Tore schiesst und dennoch verliert.

Den Elfmeter empfand ich absolut NICHT umstritten. Es war ein klares Foul, auch wenn der Ball nicht mehr effektiv im Spielgeschehen war. So darf ein Zweikampf im 16er ganz klar nicht geführt werden, sonst könnte ein Verteidiger immer Grätschen, in der Hoffnung, dass der Stürmer in einer ungünstigen Situation den Abschluss sucht.

Die Nachspielzeit mit 6 Minuten errachte ich gar als knapp. Es gab in der zweiten Hälfte, 8! Wechsel .. dies ergibt bereits eine Nachspielzeit von 4 Minuten, zudem gab es diverse Unterbrüche auf Grund von Pflege etc.
Zudem schätze ich, dass der Eckball noch in der 5. Minute der Nachspielzeit passierte und sich anschliessend in die 6. hinauszog.
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