Bellach holt Verstärkungen auf den Schlüsselpositionen

In der vergangenen Saison schnitt Bellach schlechter ab als erhofft. „Ja, es war mein Lehrjahr und ich habe Lehrgeld bezahlt“, fasst Fabian Kammer seine Erlebnisse der vergangenen, seiner ersten Saison als Trainer beim FCB zusammen. Nach dem missglückten Start habe er den Spielern die Vertrauensfrage gestellt. „Ich wollte wissen, was ich falsch mache und einige der Antworten waren wirklich hilfreich“, blickt er zurück. „Ich habe ein paar Dinge geändert und konnte der Mannschaft ein paar wichtige Punkte erklären.“ Danach sei es deutlich besser gelaufen „Jetzt ist mein Lehrjahr als Trainer in der 2. Liga vorbei und wir alle wollen die volle Leistung zeigen.“

Nur zwei Verstärkungen stehen auf der neuen Kaderliste, aber die haben es in sich: Bellach holte mit Shaban Arifi von Iliria Solothurn einen echten Spielmacher und mit dem Gerlafinger Selcuk Cubuk vom SC Burgdorf einen gefürchteten Goalgetter. So akzeptiert Fabian Kammer, dass die Konkurrenz seine Mannschaft im erweiterten Kreis der Favoriten sieht, zusammen mit Fulenbach, Subingen, Biberist und Iliria. „Wir wollen vorne mitmischen und der dritte Schlussrang wäre sicher ein realistisches Ziel“, sagt der Trainer.

Bei den Abgängen fällt die Reihe der Routiniers auf, die kürzer treten wollen. Das Kader wurde mit Junioren ergänzt und die Liste ist mit mehr als 20 Namen sehr lang. „Darunter sind viele Junge, die alle das Potenzial für die 2. Liga haben. Aber sie werden noch viel lernen müssen“, meint der Trainer. „So lange sie in der 2. Liga nur selten zum Einsatz kommen, können sie bei unseren Junioren A+ spielen.“

Der bisherige Mittelfeldmotor Alban Xhema will sich nun vermehrt als Assistenztrainer einbringen und Mergim Sadriji will zu Iliria wechseln. Zu Saisonbeginn wird zudem der neue „Hammersturm“ nur beschränkt zur Verfügung stehen: Der routinierte Topskorer Alessandro Fragale hat sich zwar zurückgemeldet, aber er hat erst ab September genügend Zeit, um wieder Vollgas zu geben. Auch der neue Goalgetter Selcuk Cubuk kann aus familiären Gründen nohc nicht voll mittrainieren. „Wir haben bisher zu wenige Tore geschossen und zu oft unentschieden gespielt. Aber sobald die beiden in Form sind, rechne ich damit, dass sie unsere Probleme beim Toreschiessen lösen werden“, meint Kammer.

Der heute 38-jährige Trainer begann seine Laufbahn als Junior beim FC Bellach, durchlief dann die Talentförderung beim FC Solothurn und schaffte es vor 20 Jahren unter Trainerlegende Hanspeter Latour ins erweiterte Kader der damaligen NLB-Mannschaft. Unter dessen Nachfolger Martin Weber bekam er aber keine Chance mehr. „Für mich war damals als Achzehnjähriger klar, dass ich zurück zum FC Bellach wollte. Hier habe ich Freunde fürs Leben gefunden. Auch deshalb ist jetzt mein Engagement als Trainer beim FCB etwas ganz Besonderes für mich.“

Wie sehen die längerfristigen Perspektiven aus? Wie wäre es mit einem Meistertitel und einem Aufstieg in die 2. Liga inter? Bei der Antwort auf diese Fragen zögert Fabian Kammer leicht, was als „Ja, aber“ interpretiert werden kann. „Wenn wir zusammenhalten und in einen Flow kommen, dann ist in ein, zwei Jahren viel möglich."

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