Kontinuität macht aus Biberist einen der Favoriten

Der FC Biberist zeichnet sich seit einigen Jahren durch eine Konstanz aus, die sich auch in guten Leistungen auszahlt. Das beste Beispiel dafür ist Nicolas Rüfli, der als eigener Junior auf dem Giriz das Fussballer-ABC gelernt hat und nun schon seit 12 Jahren in der 1. Mannschaft spielt. „Wir sind wie eine grosse Familie“, erklärt die Nummer 12 diese Vereinstreue. „Die erfahrenen Spieler helfen den jungen und wir sind eine Einheit, es gibt kein Grüppchenbildung.“

Rüfli versteht, dass Biberist zum weiteren Kreis der Favoriten zählt. Er denkt aber eher an Fulenbach, Iliria und Subingen. „Wenn man unser Potenzial anschaut, dann sollten auch wir vorne dabei sein, aber wir sind auch eine Stimmungsmannschaft. Wir müssen in einen gewissen positiven Flow kommen, dann können wir in der 2. Liga gegen jede Mannschaft spielen. Wenn dieser Flow fehlt, spielen wir zwar oft recht gut, können aber nicht gewinnen.“

Und so hat Nicolas Rüfli mit Biberist bereits einiges erlebt. 2011 in den Aufstiegsspielen gescheitert durfte der Innenverteidiger 2012 die Promotion in die Solothurner 2. Liga feiern. 2017 eroberte er mit Biberist den Solothurner Meistertitel und es folgte eine Saison in der 2. Liga inter. Dort sah es lange gut aus, bis dann gegen Schluss irgendwie die Luft draussen war und Biberist doch noch abstieg. „Es war eine gute Erfahrung“, erinnert sich Rüfli, „aber als man uns gegen Saisonende nicht mehr unterschätzte, reichte es nicht mehr ganz.“

So ein Meistertitel und ein Aufstieg, wäre das nicht etwas, das er gerne wiederholen möchte? „Für unsere Jungen unbedingt, für die wäre ein Aufstieg in die 2. Liga inter ein spezielles Erlebnis. Für mich nicht mehr unbedingt. Ich weiss nicht, ob ich mir das nochmals antun möchte“, meint der mittlerweile 31-jährige Routinier. „In der 2. Liga inter muss man wirklich immer an seine Grenzen gehen und 100 Prozent Leistung abrufen, sonst hat man keine Chance. Und als Kanonenfutter zu dienen, das würde gar keinen Spass machen.“

In den Vorbereitungsspielen traf Biberist auf starke Berner Mannschaften. Gegen Aarberg setzte es zum Beispiel eine 2:7-Niederlage ab. „Uns sind sehr viele individuelle Fehler passiert“, erklärt Trainer Thomas Reinhart die Schlappe. Überbewerten will er das aber nicht. „Die Testspiele sind dazu da, aus den Fehlern zu lernen und diese auszumerzen.“

Neu im Kader sind Nicolas Affolter, Philipp Herrmann (beide von Leuzigen), dem Junior Leon Schmid sowie Pascal Flury, Kevin Stuber und Fabian Scheidegger aus der 2. Mannschaft, die auch schon in der 2. Liga gespielt haben. Spektakuläre Verstärkungen hat Biberist also keine geholt. Die Wechsel im Kader sieht Reinhart aber auf lange Sicht als Verstärkungen. „Sie haben alle das Potenzial für die 2. Liga, werden aber etwas Zeit brauchen, um sich an das höhere Tempo zu gewöhnen. Noch wichtiger ist für mich aber, dass sie charakterlich ausgezeichnet ins Team passen.“

Von einem möglichen Aufstieg spreche im Verein niemand, sagt der Trainer. „Es gibt keine übertriebene Erwartungshaltung. Wenn ich jetzt sagen würde, dass wir nur nicht absteigen wollen, dann wäre das aber auch nicht ernstzunehmen. Wir wollen vorne mitmischen und eine Position um den dritten Platz wünsche ich mir schon“, sagt Thomas Reinhart, und auch er ergänzt: „Wenn wir im Kopf parat sind, dann können wir jeden Gegner schlagen.“

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