Bellach rettet mit 9 Mann gegen Blustavia einen Punkt

Die Ausgangslage im Nachbarderby war spannend, Blustavia brauchte Punkte um sich von der hinteren Tabellenlage zu befreien und der Hausherr Bellach wollte Punkte um sich im Mittelfeld gegen vorne orientieren zu können. So begann auch die Startphase ohne grosse Hektik, jedoch war zu erkennen, dass beide Mannschaften den Weg auf das Tor suchten.

Bellach scheint in dieser Phase etwas mehr Gefahr auf das Tor zu bringen, aber ohne nennenswerte Chancen. Ab der 10.Minute kommt auch Blustavia mehr in das Spiel, die Stürmer tauchen vermehrt vor dem Tor von Palermo auf. Zwischen der 12. und 17.Minute werden zwei Chancen durch die Bellacher Verteidigung vereitelt, in beiden Situation reklamierten die Spieler aus Blustavia auf Penalty, die Pfeife des Schiedsrichters blieb jedoch stumm.

Kurz nach dieser leicht hektischen Phase tragt Bellach ein schöner Angriff vor, welcher durch Pickel auf Zuspiel von Xhema in die weite Ecke zum 1:0 abschliessen konnte. Nach diesem Tor war Blustavia etwas gehemmt, so dass die zweite Hälfte der ersten Halbzeit realtiv neutral verlief. Bellach vermag es nicht, nach dem ersten Tor nachzudoppeln, so gingen beide Mannschaften nach einer durchzogenen ersten Halbzeit in die Kabinen.

Die Startphase der zweiten Halbzeit verlief ähnlich wie die erste aufhörte. Ab der 55.Minute vermag Bellach den Druck spürbar zu erhöhen. In der 56.Minute vermag Fragale einen Angriff über rechts zum 2:0 zu nutzen. Nur 2 Minuten später erzielt Oetterli auf einen Corner, nach einer zu wenig konsequenter Abwehr das 2:1. Dieses Tor rüttelte Blustavia definitiv auf. Die Männer des Stadtvereins erhöhten sofort den Druck auf die Bellacher und machten das Spiel schnell. Bellach scheint nach dem Tor etwas gehemmt und konnte nur noch mit kleinen Konter reagieren. Daher ging es auch nur bis zur 63.Spielminute bis Spring davon profitieren konnte, dass die Verteidiger den Ball nicht wegbrachten und das 2:2 schoss. Darauf war Bellach komplett von der Rolle und fand darauf kein Mittel Blustavia aufzuhalten. Kurz nach dem Anspiel konnte Torre eine schöne Flanke quer über den Strafraum mit einer Direktabnahme zum 2:3 verwerten. Blustavia konnte den Einbruch Bellachs nutzen und das Spiel innert wenigen Minuten drehen. Dies hat sich ein wenig abgezeichnet, Bellach hatte immer mehr Mühe das Spiel zu bestimmen und im Mittelfeld hat Blustavia klar die Oberhand übernommen. Es schien als hatte sich Bellach aufgegeben und es dauerte einige Minuten bis sie sich etwas fangen konnten. In der 75.Minute konnte Oetterli am Rande der Lagalität gestoppt werden. Als das Spiel hätte weitergehen sollen meldet sich plötzlich der Schiedsrichter mit einem Unterbruch. Nun überstürzten sich die Ereignisse: Auf der Gegenseite, abseits vom Spiel, ereignete sich einen Tumult, so dass der Schiedsrichter seinen Linienrichter kontaktierte und dem Bellacherspieler darauf zum Erstaunen vieler Anwesenden die rote Karte zeigte, was wirklich geschehen ist, wissen wohl nur die Akteure selbst. Diese Szene heizte den weiteren Spielverlauf derart auf, dass Mascolo, der eine gelbe Karte auf ein Foul erhielt, durch seine Reaktion gleich noch die gelbrote Karte kassierte.

Darauf musste sich Bellach erst wieder einstellen, was sehr gut gelang. Mit nur 9 Mann fanden sie in der Schlussphase wieder in das Spiel zurück und tauchten gefährlich vor dem gegnerischen Tor auf. Kurz vor Schluss kam es zum Freistoss an der Strafraumgrenze, dieser konnte durch den Captain Xhema an der Mauer vorbei in die Ecke platziert werden und es stand plötzlich 3:3, ein Resultat, welches man vor 10 Minuten noch für unmöglich hielt wurde Realität. Die Nachspielzeit verlief ohne Hektik, so dass es beim 3:3 blieb.
Ein Spiel mit vielen Höhen und Tiefen mit einem Heimteam, welches zu zerbrechen schien und sich doch noch retten konnte und mit einem blauen Auge davongekommen ist.

Bellach – Blustavia 3:3 (1:0)

Brunnmatt – 60 Zuschauer. SR: Skalonja, Luder, Ackermann.

Tore: 18. Pickel 1:0, 56. Fragale 2:0, 58. Oetterli 2:1, 64. Spring 2:2, 65. Torre 2:3, 88. Xhema 3:3.

Bellach: Palermo, Brcina, Kocher, Mascolo, Ammon, Pickel, Turhan (82.Arefi), Xhema, Sülüngöz, Marthaler, Fragale.

Blustavia: Haller, Suli, Brand, Panzeri, Emch, Spring, Torre (83.Choque), Syfrig, Falk, Galey (50.Perkolaj), Oetterli (83.Grillo). 

Verwarnungen: 36.Marthaler; 51.Xhema; 92.Falk; 93.Sülüngöz Platzverweis: 76. Pickel; 78.Mascolo (Gelb-Rot)

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