Fulenbach gewinnt den Spitzenkampf gegen Lommiswil

Völlig unnötig und trotz sicherer 4-1 Führung der Fulenbacher wurde es kurz vor Schluss resultatmässig noch einmal spannend – mehr als das Anschlusstor gelang dem Gast aus Lommiswil jedoch nicht.

Im Spitzenkampf, Zweiter gegen Dritter, war von Beginn weg Tempo drin und beide Mannschaften versuchten den Ball zügig zirkulieren zu lassen. Fulenbach hatte dabei optische Vorteile, richtig gefährlich wurde es aber erst nach einer gewissen Eingewöhnungszeit von gut 10 Minuten.

Lenz spielte einen Ball gekonnt durch das klaffende Loch im Zentrum direkt zum gestarteten Ramon Affentranger in die Spitze, dessen Schuss wurde jedoch vom gut reagierenden Bannwart pariert. Weiterhin war es der SCF, welcher die Marschrichtung vorgab und erneut wurde Fulenbach’s aktivster Akteur steil lanciert. Dieses Mal konnte Affentranger aber nur noch mit einem Foul gebremst werden, was einen Freitsoss knapp ausserhalb des Sechzehners zur Folge hatte. Jonas Wyss lief an und beförderte den Ball aufsetzend aufs Tor. Bannwart konnte den schwierigen Schuss nur gegen vorne abprallen lassen, mit vereinten Kräften klärten die Gästeverteidiger aber vor den einschussbereiten Fulenbachern.

Nicht nur spielerisch versuchten sich die beiden Kontrahenten, auch in punkto Kampf scheuten sie keine Mühe, was mehrere Fouls und Emotionen zur Folge hatte.

Die nächste Aktion mit Torgefahr, gehörte dann wiederum dem Heimteam. Lenz trat einen Freistoss aus etwa 18 Metern scharf in die Torwartecke – Bannwart parierte jedoch dementsprechend, zwar zur Ecke, aber ohne weitere Konsequenzen.

Das Chancenplus zahlte sich nach etwas mehr als einer halben Stunde dann endlich aus. Eine Flanke von Ramon Affentranger auf den zweiten Pfosten, nahm der mitgelaufene Gradwohl direkt ab. Dieser Versuch wurde vorerst noch abgeblockt, doch der Ball blieb heiss und Jonas Wyss bewies viel Übersicht, als er diesen zum herangebrausten Schmidt zurücklegte, welcher mit seinem satten Schuss für die vielumjubelte Führung sorgte.

Auch aus Gästesicht kam man nun endlich zu Torraumszenen, jedoch nur nach Eigenfehler der Hert-Elf. Nach einem Ballverlust in der Vorwärtsbewegung wurde Philipp Dornbierer an vorderster Front angespielt und konnte Richtung SCF-Tor ziehen. Von rechts her kommend avisierte er die entfernte Ecke, doch Mischa Ehrenbolger lenkte den Schuss hervorragend ins Aus. Die nachfolgende Ecke brachte zwar keine Gefahr, doch nur wenige Minuten vor dem Pausenpfiff brannte es erneut lichterloh in Strafraumnähe der Einheimischen. Baladin brach dabei völlig losgelöst durch und konnte nur noch mit einem regelwidrigen Einsteigen gebremst werden. Das Foul an der Strafraumkante, wertete der Schiedsrichter als Elfmeter – was nicht ganz nach dem Gusto Vieler war. Captain Sonderegger lief an, doch Ehrenbolger roch die Ecke und wehrte sensationell ab. So ging es nach einer ereignisreichen ersten Hälfte zum verdienten Pausentee.

Nach dem Seitenwechsel dauerte es ein paar Minuten, ehe sich beide Teams wieder zurechtgefunden hatten. Dafür zappelte der Ball dann gleich im Tor und erneut jubelten die Blauen. Imbach schickte Simon Affentranger, dieser liess den Ball ein, zwei Mal aufsetzen und vollstreckte anschliessend mit dem linken Fuss aus der Drehung heraus in die lange Ecke.

Auch in der Folge behielt Fulenbach die Zügel in der Hand, Lommiswil blieb aber stets gefährlich und lauerte auf Fehler, welche durch ein konsequentes unter Druck setzen erzwungen wurden. Zum Glück für die Einheimischen wurden diese, zumindest vorerst, nicht bestraft.

Im Anschluss an ein weiteres Nachlassen, preschte wieder ein Stürmer der Gäste in den Strafraum, wo er nur noch mit einem Foul gebremst werden konnte. Erst auf Anweisung seines Assitenten, zeigte der Schiedsrichter auf den Punkt, Baladin liess sich davon aber nicht beirren und versenkte sicher zum Anschluss. Das Spiel flachte nun einige Momente etwas ab, erst das Offside-Tor von Boss weckte die Gemüter allmählich wieder auf. Auch der nächste Brennpunkt erfolgte nach einer Aktion von Boss, als dieser seinen Bewachern davon zog und im Strafraum gelegt wurde, blieb dem Spielleiter nichts anderes übrig als ebenfalls auf Strafstoss zu entscheiden. Lenz konnte diese Chance jedoch nicht nutzen, denn auch Bannwart reagierte glänzend und ging als Sieger aus diesem Duell hervor. Mit dem schönsten Angriff des Spiels holte der SCF dieses Versäumnis gut 10 Minuten vor dem Ende aber sofort nach. Der eingewechselte Fabian Wyss leitete schön zum in Position gelaufenen Boss weiter, dieser zog mit viel Tempo die Verteidiger auf sich, um dann uneigennützig Simon Affentranger zu bedienen, welcher ohne Mühe verwertete.

Nach einer Chancendoublette von Ramon Affentranger war es erneut Bruder Simon, der sich als Torschütze feiern liess. Wieder durfte er etwas zu viel Freiraum geniessen, so, dass er den Ball mit links unter die Latte zimmern konnte.

Die Entscheidung? Offensichtlich nicht, denn Lommiswil gab sich einfach nicht geschlagen. Ein Einwurf nahe der Mittellinie und Baladin lief alleine auf Ehrenbolger zu. Der Stürmer behielt die Ruhe und schob clever ein, was die Hoffnung bei den Gästen wieder aufleben liess. Statt die wenigen Minuten auf der Matchuhr gekonnt herunter zu spielen, liess Fulenbach nun unverständlicherweise nach und nach einer weiteren nonchalanten Offensiv-Aktion lief man in einen erneuten Lommiswiler-Konter. Urosevic bestrafte die Fulenbacher mit dem dritten Gästetor, welches zu noch mehr Euphorie beim Drittplatzierten führte. Tatsächlich wurde es noch einmal gefährlich – der freche Heber von Baladin streifte jedoch wenige Meter am Gehäuse vorbei und Fulenbach durfte trotz kurzer Zitterphase einen verdienten Sieg feiern.

Nun kommt es am nächsten Samstag in Subingen zur Direktbegegnung um Platz Eins in der Tabelle – Anstoss ist um 17.00 Uhr.

SC Fulenbach - FC Lommiswil 4:3 (1:0)

Tore: 34. Schmidt 1:0, 51. Simon Affentranger 2:0, 66. Baladin 2:1 (Elfmeter), 80. Simon Affentranger 3:1, 86. Simon Affentranger 4:1, 88. Baladin 4:2, 90. Urosevic 4:3

Fulenbach: Mischa Ehrenbolger, Gradwohl, Schläfli, Lenz, Schmidt, Boss, Imbach, Jonas Wyss, Ramon Affentranger (91. Egloff), Yves Ehrenbolger (67. Fabian Wyss), Simon Affentranger (87. Luca Spielmann)

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