Starke zweite Hälfte bringt die Wende gegen Biberist

Nach einer weiteren Niederlage in Lommiswil am Mittwoch stand Härkingen gegen Biberist unter Zugzwang, da die Mannschaften auf den hinteren Plätzen gefährlich nah herangerückt waren. Davon war nach den ersten paar Minuten jedoch nichts zu merken, da die Gastgeber stets einen Schritt zu langsam waren.

Die Gäste aus Biberist waren im Zentrum wie auch im Sturm sehr variabel und liessen sich immer wieder fallen oder zogen in die Spitze. Mit dieser Rotation waren die Härkinger ziemlich überfordert. So war es auch nicht überraschend, das die Gäste immer wieder gefährlich vor dem Tor der Härkinger auftauchten. Zu der ersten zwingenden Chance kamen die Biberister nach einem Fehlpass im Aufbau der Gastgeber, als A. Felder den missglückten Querpass abfing und alleine aufs Tor laufen konnte. Souverän versteckte er den Ball im langen Eck und so stand es absolut verdient 0:1 in der 19. Minute. Der Rest der ersten Halbzeit ist schnell zusammengefasst. DIe Härkinger waren nicht in der Lage, offensiv etwas zu kreieren, während Biberist gefühlt immer für eine Torchance gut war. Dies zeigte sich auch in der Form einer weiteren guten Möglichkeit, welche unser Hintermannschaft aber bravourös vereitelte.

In der zweiten Halbzeit brauchte es von unserem „Eis“ eine Hundertachzig-Grad-Wende, um noch etwas an diesem Spiel zu drehen. Mit der Einwechslung von L. Micelli und der Umstellung auf eine Dreierabwehr ging das Heimteam volles Risiko. Dies wurde bereits in der 47. Minute belohnt, als L. Micelli mit einem wunderbaren Pass J. Marti lancierte, welcher mit einem kraftvollen Abschluss den Torhüter zu einem Abpraller auf der Linie zwang, welcher dann C. Rauber endgültig über die Linie drückte. Da die Härkinger viel höher standen, waren die Gäste gezwungen den hohen Ball zu spielen und konnten nicht wie in der ersten Halbzeit mit viel Ballbesitz und guten Kombinationen gefährlich in die Härkinger Hälfte eindringen. So waren es die Gäuer, die sich immer wieder gute Chancen herausspielen konnten. In der 68. Minute kam das Heimteam mit einem Angriff über die linke Seite bis an die Grundlinie der Gäste. Dann gelang es J. Marti seinen Gegenspieler stehen zu lassen und in den Strafraum hineinzulaufen. Via Oeggerli gelangte der Ball zu Rauber, welcher mit einer Grätsche einschieben konnte. Das Spiel schlief nach dem 2:1 grösstenteils ein, da die langen Bälle der Gäste nicht wirklich fruchteten und die Energie, das Spiel noch einmal herumzureissen, nicht da war. So setzte unser Edeljoker M. Heim mit einer direkten Abnahme eines Eckballs mit seiner ersten Ballberührung in diesem Spiel in der 87. Minute einen wunderschönen Schlusspunkt dieser aufregenden Partie.

Mit der Gewissheit, momentan nichts mehr mit den hinteren Plätzen zu tun zu haben, könnte man diese schwierige Vorrunde am kommenden Samstag in Balsthal mit einem versöhnlichen Ende abschliessen. Nun drücken wir aber zuerst den A-Junioren am Mittwoch die Daumen, welche im Cup-Viertelfinale auf den FC Solothurn treffen.

Härkingen - Biberist 3:1

Aesch. - 225 Zuschauer.

Tore: 19. Felder 0:1. 47. Rauber 1:1. 68. Rauber 2:1. 87. Heim 3:1.

Härkingen: Muther; Schmidt, Stecher, Müller, von Arx (46. Micelli); T. Büttiker; Rauber (86. Heim), Marti, Sandro Gasser (66. J. Büttiker); Rietschin; Oeggerli (82. Kissling).

Biberist: Blum; Allemann, Rüfli, Thurnheer, Scheidegger (85. Thurnheer); Doric, Imbach (74. Herrmann), Rüeggsegger, Felder; Flury; Kopp (74. Kulenthiran).

Bemerkungen: Härkingen ohne Bättig, Manuel Nünlist, Marco Nünlist, Oumaray, Wermuth, R. Büttiker, Morgenthaler, Wyss (alle verletzt), Glanzmann (krank), Heutschi (Beruf). Verwarnung: 62. Doric.

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