Leader war schludrig vor dem Tor – trotzdem verdient gewonnen

Das halbe Dutzend ist voll. Dank dem 1:0 Erfolg über den FC Klus-Balsthal kann der FC Lommiswil bereits sechs Siege in Serie bejubeln. Das Spiel war eigentlich eine klare Sache. Die Lommiswiler waren in sämtlichen Belangen die bessere Mannschaft. Nur vor dem Tor stimmte die Konzentration zu selten. So dass es bis zuletzt unnötig spannend blieb.

Balsthal stellt aktuell die drittbeste Offensive der Liga. Sie haben in den zehn Spielen allerdings auch schon 21 Gegentore gefangen. So war für die Lommiswiler klar: Wenn man hinten nichts fängt, wird man früher oder später zum Erfolg kommen.

Das Spiel startete dann aber überraschend einseitig. Lommiswil im Ballbesitz, Balsthal rannte hinterher.. Und wenn die Gäste die Kugel einmal eroberten, waren sie sie meistens schnell wieder los. Aus dem Spiel heraus kamen sie in Durchgang eins zu keiner einzigen Torchance. Nach zwei Eckbällen wurde es noch am ehesten gefährlich.

Ganz anders das Heimteam. Zwar schoben sich die Lommiswiler die Kugel mehrheitlich in den ungefährlichen Zonen gegenseitig zu. Doch immer wieder kamen sie auch zu gefährlichen Abschlüssen. Und meistens über aussen, wo die gegnerischen Aussenverteidiger mit dem Tempo der Lommiswiler Angreifer überfordert waren. Doch die Kugel wollte und wollte einfach nicht rein. Urosevic, Ebel, Sonderegger, Herzog: Sie alle scheiterten, zum Teil aus aussichtsreichsten Positionen. Mehrmals war es auch der Balsthaler Schlussmann, der spektakulär rettete. Praktisch mit dem Pausenpfiff klingelte es dann doch noch, und das war lange überfällig. Nach einem Freistoss landete die Kugel bei Ebel, der aus zehn Metern trocken abzog.

In Halbzeit zwei wurde das Spiel hitziger. Bereits in den ersten 45 Minuten hatte es zahlreiche kleinere Fouls gegeben. Diese häuften sich nun nochmals. Fast schon im Minutentakt musste der Schiedsrichter das Spiel unterbrechen und die immer stärker aufkommenden Diskussionen auf dem Platz unterbinden. Und auch wenn eine Mehrheit der Fouls von den Gästen begangen wurden, so fassten sich doch auch Lommiswiler gelbe Karten, weil sie wiederholt den Schiedsrichter kritisierten. Hier kann sich der FC Lommiswiler definitiv noch steigern. Weniger Energie in Diskussionen, dafür mehr ins Fussballspielen investieren.

Am Spielgeschehen änderte sich aber sonst wenig. Balsthal nach wie vor kaum am Ball und ohne nennenswerte Chancen. Und Lommiswil weiter schludrig und unkonzentriert vor dem Tor. Und nicht einmal als ein Balsthaler völlig zurecht mit zwei Mal Gelb vom Platz flog, gelang das zweite Tor. Absolut unnötigerweise wurde es deshalb nochmals spannend. Denn in den Schlussminuten wurden die Lommiswiler ob des knappen Vorsprungs nervös. Ein Rückpass auf Bracher, dessen ungenügender Abkick landete beim Gegner. Gleich zu dritt zogen die Balsthaler auf die Lommiswiler Hintermannschaft los. Für den Abschluss brauchten sie aber einen Tick zu lange, so dass Sonderegger schliesslich dazwischen grätschen und die Kugel haarscharf am eigenen Tor vorbei zum Eckball klären konnte. Mehr passierte nicht mehr. Der Sieg ging völlig in Ordnung und fiel viel zu knapp aus.

Lommiswil - Klus/Balsthal 1:0

Tor: 44’ Jonas Ebel 1:0.

Lommiswil: Bracher, Herzog, Karpf, Belloni, Amiet, Urosevic, Hunziker, Bachmann, Sonderegger, Dornbierer, Ebel, Choque, Neff, Zumstein, Rindlisbacher.

 

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