Leader Lommiswil gelingt der fünfte Sieg in Serie

Wenn es läuft, dann läuft es. Und bei Lommiswil läuft es gerade gewaltig. Vier Siege in Folge gab es zuletzt in der 2. Liga. Gegen Härkingen sollte im Nachtragsspiel am Mittwochabend der fünfte her. Mit einem Sieg wäre Lommiswil auch wieder an der Spitze der Tabelle anzutreffen gewesen.

Mit diesem extra Motivationsschub starteten die Lommiswiler furios in die Partie. Gerade einmal sechs Minuten waren gespielt, da klingelte es bereits ein erstes Mal. Choque und Urosevic setzten sich im Verbund über aussen durch. In der Mitte war Dornbierer zur Stelle und wurstelte die Kugel über die Linie. Wenig später hatte Herzog das 2:0 auf dem Kopf. Nach einem Freistoss verpasste er aus ausgezeichneter Position.

Danach schalteten die Lommsiwiler aber unerklärlicherweise zwei Gänge zurück. Tiefer und tiefer liessen sie sich in die eigene Hälfte zurückdrängen. Der Ausgleich hing in der Luft. Er fiel nach 22 Minuten. Nach einem Gewurstel konnten die Lommiswiler die Kugel gleich dreimal nicht klären. Schliesslich spitzelte der Angreifer die Kugel zwischen den Beinen von Bracher hindurch ins Tor.

Der Weckruf kam an. Nun wurden auch die Lommiswiler aktiver und griffen früher an. Für den Rest der ersten Hälfte entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Beide Teams hätten gut und gerne je zwei weitere Tore erzielen können. Härkingen wurde insbesondere nach weiten Bällen auf die beiden schnellen Flügel gefährlich. Diese hatten nun gegen die hochstehenden Lommiswiler viel Platz. Gleichzeitig verteidigten die Lommiswiler die langen Bälle aber auch schlecht: Mehr als einmal verpassten sie es, die Bälle frühzeitig zu lesen, sich nach hinten abzusetzen und zu klären. Nur dank Bracher fielen keine weiteren Tore für die Gäste.

Auf der anderen Seite erzielte Herzog die erneute Lommiswiler Führung. Das Tor ist allerdings auch eher unter der Kategorie «schlecht verteidigt» als unter «stark angegriffen» abzubuchen. Ein Freistoss aus dem Halbfeld flog gefühlt fünf Sekunden durch die Luft. Trotzdem kam Herzog mutterseelenalleine zum Abschluss und traf per gekonnten Bauch-Oberschenkel-Knie-Abschluss. Für beide Mannschaften galt: Offensiv waren sie in Durchgang eins deutlich besser organisiert als defensiv. Tore fielen aber keine mehr. Mit dem 2:1 ging es in die Pause.

Die Devise für Halbzeit zwei war klar: Weiter hochstehen, das 3:1 suchen und die weiten Bälle endlich besser wegverteidigen. Und dies gelang. Vom Chancenfestival aus Durchgang eins war nicht mehr viel übriggeblieben. Zu hochkarätigen Chancen kamen die Härkinger die gesamten 45 Minuten lang nicht mehr. Anders die Lommiswiler: Choque hatte bereits kurz nach Wiederanpfiff eine Topchance. Aus rund elf Metern haute er die Kugel knapp drüber. Wenig später machte es ihm Hunziker gleich. Er zielte aus rund 20 Metern nur knapp daneben.

In der 69 Minute machte es Urosevic mit seinem neunten Tor im neunten Spiel besser. Wieder einmal brachen die Lommiswiler über aussen durch. Der Pass kam in den Rückraum der Abwehr, wo Urosevic erfolgreich abschloss. In den Schlussminuten hätten die Lommiswiler nach Kontern noch mehrfach erhöhen können. Gerade der eingewechselte Coach Lukas Ebel. Er liess gleich zwei Topchancen liegen. Das spielte aber schliesslich keine Rolle mehr: Der Sieg wurde nie mehr ernsthaft gefährdet.

Lommiswil - Härkingen 3:1

Tore: 6’ 1:0 Dornbierer; 22’ 1:1; 29’ 2:1 Herzog; 69’ 3:1 Urosevic.

Lommiswil: Bracher, Herzog, Karpf, Belloni, Neff, Dornbierer, Bachmann, Sonderegger, Hunziker, Urosevic, Choque, Lukas Ebel, Jonas Ebel, Amiet, Truninger.

 

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