Hart erkämpfter Sieg für den Favoriten Lommiswil

In der 2. Liga gibt es keine einfachen Spiele. Dies musste das favorisierte Lommiswil gegen Schlusslicht Oensingen erfahren. Aber am Ende schaute ein hart erkämpfter 3:1-Sieg heraus.

Anstoss Lommiswil und zehn Oensinger warteten in der eigenen Platzhälfte darauf, was der Gegner nun mit der Kugel anstellen würde. Nur ein einzelner Stürmer wagte sich zaghaft in die Lommiswiler Hälfte, um noch zaghafter die Lommiswiler Innenverteidiger anzulaufen, die sich in einer Seelenruhe den Ball zuschoben. Das Auftreten der Gäste hatte aber, zumindest zu Beginn, den gewünschten Effekt. Es war so eng vor dem gegnerischen Tor, dass die Lommiswiler kaum spielerische Lösungen fanden. Aber gleichzeitig wirkten die Oensinger Hintermannen nicht wirklich souverän. Der Führungstreffer lag in der Luft.

Zum Erfolg gelangte Lommiswil über aussen. Sonderegger startete mit der Kugel in die Tiefe, spielte quer auf Urosevic, der traf. Wenige Minuten und ein Querschläger eines Oensingers später fand sich Ebel alleine vor dem gegnerischen Kasten, haute die Kugel aber drüber. Trotz der verpassten Möglichkeit: Hier konnte eigentlich gar nichts passieren. Konnte man langsam aber sicher meinen. Und da passierte es: Eckball Lommiswil, Oensingen klärte und konterte, die beiden Angreifer spielten gefühlt einen dreifachen Doppelpass und es hiess 1:1. Und da war es vorbei mit dem Gefühl, alles im Griff zu haben. Es schlichen sich Fehler ins Lommiswiler Spiel ein, unnötige Dribblings im Zentrum, ungenaue Zuspiele. Auch wenn auch das Terrain zugegebenermassen schwierig bespielbar war. Und dass es weiter aus allen Rohren schüttete, war sicherlich auch nicht hilfreich. Aber mehr und mehr passten sich die Lommiswiler der etwas fahrigen und gemütlichen Gangart des Gegners an. Es war ein Murks.

Und es wurde nur noch selten gefährlich. Wenn, dann über aussen. Und jedes Mal über die rechte Angriffsseite. Zuerst entwischte Urosevic, lief zur Grundlinie und legte quer, in der Mitte bekam ein Oensinger gerade noch einen Fuss an den Ball. Wenig später rannte Ebel den Verteidigern davon, spielte quer auf Urosevic, der seinerseits seinem Gegenspieler davongerannt war, und es hiess 2:1. Eigentlich brauchte es für dieses Tor gar nicht viel, so extrem viel schneller waren die Lommiswiler als ihre Gegenspieler. Für Urosevic ist es, Cup einberechnet, das achte Tor im achten Spiel. Kann man machen.

Durchgang zwei ähnelte zu Beginn den ersten 45 Minuten. Lommiswil war mehr am Ball, leistete sich aber immer wieder Unkonzentriertheiten und unnötige Ballverluste. Gerade im Zentrum, mit komplett überflüssigen Dribblings. Aber auch offensiv blieb das Bild dasselbe: Wie Bolt zu seinen besten Zeiten der Konkurrenz davongejoggt war, so rannte insbesondere Ebel den Innenverteidigern um die Ohren. Für einmal zog er über links davon. Sein Querpass landete irgendwie bei Choque. Der trieb die Kugel nochmals quer durch den Sechzehner und wurde von gefühlt sieben Gegenspielern dabei bestaunt – aber nicht angegriffen. Irgendwo fand er schliesslich zwischen all den Beinen eine Lücke und traf zum 3:1.

Nun riskierten die Oensinger doch etwas mehr. Und sie wurden auch gefährlich. Gerade über links, wo Herzog weiterhin den Flügel mimte. Zweimal musste sich Bracher auszeichnen. Bis sich die Lommiswiler dann doch wieder darauf besinnten, etwas Verteidigungsarbeit zu leisten. Damit war die Sache dann durch. Oensingen schien nicht wirklich daran zu glauben, das Spiel noch drehen zu können, und griff in den Schlussminuten nicht bedingungslos an. Auf der Gegenseite traf Neff per Kopf zum vermeintlichen 4:1. Da die Ecke allerdings im Flug bereits hinter der Auslinie war, zählte der Treffer nicht.

Lommiswil - Oensingen 3:1

Tore: 17’ 1:0 Urosevic; 24’ Bojan Djuric 1:1; 42’ 2:1 Urosevic; 51’ 3:1 Choque.

Lommiswil: Bracher, Herzog, Belloni, Bachmann, Amiet, Urosevic, Sonderegger, Hunziker, Zumstein, Choque, Ebel, Dornbierer, Karpf, Neff, Rindlisbacher, Roth.

 

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