Wenn der Trainer zum Matchwinner wird

Wenn sich der Trainer selber einwechselt und den Pass zum Siegtor gibt, dann darf ma ihn als Matchwinner bezeichnen. So passiert in Mümliswil, wo Bozo Predojevic kurz vor Schluss Wangens das 2:1 für Wangen einleitete.

Eine alte Fussballweisheit besagt, wer die Tore nicht schiesst, bekommt sie. Dies schien sich einmal mehr auch für den FC Wangen zu bewahrheiten. Obschon über lange Zeit mit mehr Spielanteilen für Wangen und dadurch grundsätzlich auch das dominierende Team, stand das Spiel bis kurz vor Schluss 1:1. Zwar begann die Auseinandersetzung zwischen dem Sechsten und dem Zehnten mit dem erwarteten Verlauf. Um nicht wieder mit einem frühen Gegentor konfrontiert zu werden, stellte Wangens Trainer Bozo Predojevic auf eine Vier-Mann Abwehr um. Eine Massnahme, die sich bis auf eine Ausnahme als erfolgreich herausstellte.

Noch vor Ablauf der ersten Viertelstunde gingen die Gäste in Führung. Ein Angriff über mehrere Anspielstationen schloss Gezim Ziba erfolgreich ab. Auch in der Folge waren es die Besucher, welche die Offensive forcierten, damit aber wenig herausholten. Oftmals fehlte für einen erfolgreichen Abschluss nur wenig, oder aber Torhüter Fabian Gradwohl konnte mit gekonnten Paraden weiteres Unheil vermeiden.

Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich wenig am Spielgeschehen. Es schien nur eine Frage der Zeit für einen weiteren Torerfolg der Wangner. Die klarst Möglichkeit vergab Raphael Moser in der 58. Minute. Er war wohl selber überrascht oder vielmehr enttäuscht, dass ihm das 0:2 nicht gelang. So kam es wie so oft. Eine Unaufmerksamkeit der Gästeabwehr nützte Andreas Ackermann zum vielumjubelten Ausgleich aus. Die weiteren Bemühungen der Wangner fruchteten nichts.

Eine Viertelstunde vor Spielende dachte sich Trainer Bozo Predojevic wohl, wenn meine Anweisungen von der Seitenlinie aus nichts nützen, versuche ich es halt auf dem Spielfeld und wechselte sich gleich selber ein. Nicht ohne Erfolg, wie sich herausstellen sollte. Eben zeigte die Anzeigetafel die 90. Minute an, als er sich den Ball erkämpfte, einen hohen Pass zur Mitte spielte, wo Josip Jukic goldrichtig stand und mit dem Kopf einnickte. Das späte Führungstor war alles andere als gestohlen. Das meinte auch Wangens Trainer, als er nach Spielschluss sagte: „Fussball ist ein Mannschaftssport und heute sind wir als geschlossene Mannschaft aufgetreten und haben an unsere Chance geglaubt bis am Schluss“.

Am Freitag, 02. Oktober 20.00 Uhr, wird der FC Wangen im Heimspiel gegen den Tabellenleader FC Iliria die Möglichkeit haben, seinen guten Lauf mit drei Siegen in Folge (Cup und Meisterschaft) bestätigen zu können.

Mümliswil – Wangen b. O. 1:2 (0:1)

Brühl. – SR: Luder, - 140 Zuschauer.

Tore: 14. Ziba 0:1, 63. Ackermann 1:1, 90. Jukic 1:2.

Mümliswil: Gradwohl; Fabian Bader (46. Robin Disler), Jerome Ackermann, Rafael Disler (58. Nussbaumer),  Kamber, Nicola Ackermann; Elia Bader, Büttler (Wyser) Andreas Ackermann; Dominik Ackermann, Simic.

Wangen b. O.:  Pavic; Näf, Trgo, Bekteshi, Daka (92. Röhl); Ghaith, Moser, Dzombic, Ziba (75. Predojevic); Jukic (92. Trösch), Kastrati.

Verwarnungen: 38. Bekteshi (W), 45. Simic (M), 64. Wyser (M), 81. Kastrati (W).

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