Das sind die Schweizer in der deutschen Bundesliga

Schon früher haben Schweizer Spieler die Bundesliga geprägt, Stéphane Chapuisat beispielsweise gehörte in den 1990er Jahren zu den besten Stürmern dieser Liga. Aber auch aktuell boomt die Schweiz in der höchsten deutschen Spielklasse. Ob Lucien Favre oder Martin Schmitt an der Seitenlinie, Yann Sommer oder Roman Bürki im Kasten oder Denis Zakaria und Co. vor dem Tor – die Eidgenossen sind im deutschen Profifussball zahlreich vertreten. Mit Sommer und Zakaria haben es sogar zwei Schweizer in die Top-11 der Hinrunde von transfermarkt.de geschafft. Viele der Spieler gehören bei ihren Vereinen zu den Leistungsträgern. Hier sind die Schweizer Legionäre in der Bundesliga.

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Die Trainerbank

Drei Bundesligavereine beschäftigen derzeit einen Trainer aus der Schweiz. Seit dem Sommer 2018 steht zum Beispiel Lucien Favre an der Seitenlinie des BVB und leistet im Ruhrgebiet trotz kleinerer Schwächephasen überzeugende Arbeit. Gleich in seiner ersten Saison spielten die Schwarzgelben bis zum letzten Spieltag um die Meisterschaft mit und auch in dieser Saison gehören sie mit einer Quote von 12,00 zum erweiterten Favoritenkreis auf die begehrte Schale. Mit Martin Schmitt und Urs Fischer stehen zwei weitere Eidgenossen in der deutschen Bundesliga unter Vertrag. Schmitt ist seit April 2019 für den FC Augsburg verantwortlich und Fischer schaffte bereits in der vergangenen Saison den Aufstieg mit Union Berlin in die Bundesliga. Es scheint, als bringe die Schweiz immer wieder neue Trainertalente hervor.

Die Torhüter

Gleich zwei der drei Nati-Torhüter verdienen ihr Geld in der Bundesliga. Insgesamt stehen vier Schweizer Keeper bei den deutschen Bundesligisten unter Vertrag. Die Nummer 1 der Nati, Yann Sommer, gehört bei Borussia Mönchengladbach zu den unumstrittenen Leistungsträgern. Dies belegt auch seine Nominierung zum Keeper der Hinrunde. Diese hätte aber auch an seinen Kollegen aus Dortmund gehen können. Denn auch Roman Bürki ist beim BVB in dieser Saison schon einige Male über sich hinausgewachsen, so unter anderem in der Champions League gegen Slavia Prag. Vertreten wird er im Verein von seinem Landsmann Marwin Hitz. Die Schweizer Nummer 3, Yvon Mvogo, sitzt bei RB Leipzig bisher allerdings nur auf der Bank.

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Die Abwehrreie

In der Abwehr spielen ebenfalls ein paar der talentiertesten Eidgenossen in der Bundesliga. Manuel Akanji wechselte im Winter 2018 nach Dortmund und ist seitdem, trotz eines zwischenzeitlichen Formtiefs im Herbst, wichtiger Bestandteil der BVB-Defensive. Auch Nico Elvedi gehört bei Borussia Mönchengladbach zur Abwehrreihe der Gladbacher und erledigt seinen Job mit äusserster Sorgfalt. Kevin Mbabu von Vfl Wolfsburg und Michael Lang von Werder Bremen hingegen kommen derzeit bei ihren Vereinen nicht über die Rolle des Bankspielers hinaus. Routinier Stephan Lichtsteiner allerdings ist bei Augsburg hingegen gesetzt und bestritt die meisten seiner Einsätze in der Startelf.

Das Mittelfeld

Seinen Durchbruch bei Borussia Mönchengladbach feierte Denis Zakaria bereits in der vergangenen Saison, doch in der aktuellen Spielzeit gehört er ganz klar zu den besten Spielern der Liga im zentralen Mittelfeld und spult dabei auch noch die meisten Kilometer ab. Dabei leitet und ordnet er das Gladbacher Spiel und gilt als verlängerter Arm vom Trainer Marco Rose. Auch Djibril Sow ist bei Eintracht Frankfurt eine wichtige Stütze der Mannschaft. Gleiches gilt für Edimilson Fernandes vom FSV Mainz, der bisher bei allen seiner 15 Einsätze in der Startelf stand. Steven Zuber und Gelson Fernandes hingegen gehören in Hoffenheim bzw. Frankfurt nur zum Bankpersonal.

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Die Offensive

Es scheint, als habe Breel Embolo endlich den passenden Verein gefunden. Nach enttäuschenden Jahren auf Schalke schloss sich der Stürmer im Sommer Borussia Mönchengladbach an und blüht seitdem wieder auf. In 14 Partien kommt er auf sechs Tore und zwei Vorlagen. Damit ist er ein wichtiger Teil der „Schweizer Achse“, die aus Sommer, Zakaria und Embolo besteht. Weniger rund läuft es dieses Jahr bei Admir Mehmedi. Beim VfL Wolfsburg steht er aufgrund verschiedener Verletzungen erst bei neun Einsätzen und einem Tor. Auch Renato Steffen kommt bei den Wölfen nicht über die Rolle des Reservisten hinaus. Eine wichtigere Rolle nimmt da schon Ruben Vargas beim FC Augsburg ein. In 16 Spielen bringt es der Linksaussen auf vier Torbeteiligungen.

Die Übersicht zeigt, dass sich die Schweizer vor allem bei den beiden Borussias wohl fühlen. Aber auch in Wolfsburg schnüren mittlerweile drei Eidgenossen ihre Fussballschuhe. Wer weiss, vielleicht sind es bald noch mehr Spieler in der deutschen Bundesliga. Denn mit Granit Xhaka könnte noch ein weiterer Legionär hinzukommen. Zwar gestalten sich die Verhandlungen zwischen Hertha und Arsenal London schwierig, allerdings haben die Verantwortlichen noch ein paar Tage Zeit, bis das Transferfenster schliesst.