Der FC Schnottwil-Limpachtal feiert seine Gründung mit einem grossen Fest

Der FC Schnottwil-Limpachtal feiert am Samstag seine Gründung und bereits in der kommenden Saison werden drei Nachwuchs-Teams den Spielbetrieb aufnehmen.

«Unser Vorhaben ist gelungen», sagt Michael Zaugg an diesem schönen Donnerstagabend, als er über den kleinen Schnottwiler Sportplatz schaut, auf dem ein rundes Dutzend Kinder Fussball spielen. Als eines der Gründungsmitglieder des FC Schnottwil-Limpachtal hat er mitgeholfen, dass der Bezirk Bucheggberg endlich auf der Landkarte der Fussballer erscheint. PUBLICIDADE inRead invented by Teads Bild Nun amtiert er als erster Vereinspräsident. Dabei ist er erst im vergangenen Oktober nach Schnottwil gezogen. «Die Kollegen, die mir beim Umzug halfen, sahen den Sportplatz, der sich praktisch vor meiner Haustür befindet», erzählt er, «sie haben mich zur Gründung motiviert.» Mittlerweile haben 15 Kinder das Training auf dem idyllisch, etwas unterhalb des Schulhauses gelegenen Sportplatz ausprobiert, «etwa 20 weitere Kinder sind interessiert daran, nächste Saison für den FCSL zu spielen». Der Schweizer Fussballverband hat den FC Schnottwil-Limpachtal bereits definitiv aufgenommen. Dieser meldete für die anstehende Saison Teams bei den Junioren E, F und G an. «Unser Wunsch, zu den Seeländer Klubs eingeteilt zu werden, wurde akzeptiert», so der Präsident zur Ausgangslage. Gegen den Solothurner Fussballverband habe einzig die geografische Lage gesprochen. «Für uns ist es ein grosser Vorteil, wenn wir mit unseren Nachbarn Dotzigen, Diessbach, Büren und Rüti bei Büren zusammen eingeteilt sind. Mit diesen Vereinen wollen wir partnerschaftlich zusammenarbeiten.» Grosses Fest am Samstag Nun ist für den nächsten Samstag auf dem Schnottwiler Sportplatz ein grosses Fussballfest geplant. Los geht es mit einem kleinen Schülerturnier (14 bis 16 Uhr) und danach tritt die «Schnottu Selection» gegen das «New Team» an. Erstmals wird also eine Mannschaft des FCSL offiziell an einem Freundschaftsspiel zu sehen sein. Von der ersten Idee über die Gründungsphase bis zu den ersten Trainings dauerte es nur ein halbes Jahr. Auch die finanziellen Mittel, die für die kommende Saison gebraucht werden, konnten rasch beschafft werden. Schule, Gemeinde und Turnverein waren einverstanden damit, dass nun auch der FC Schnottwil-Limpachtal den Sportplatz benutzen darf. «Nur das Crowdfunding brachte nicht so viel, wie wir gehofft hatten. Der traditionelle Weg, von Tür zu Tür zu gehen, die Leute persönlich anzusprechen, war erfolgreicher. Die Leute im Dorf waren grosszügig. So konnten wir Material wie Bälle, Hütchen und Überzieher kaufen», sagt Zaugg. Er wird weiterhin bei den Senioren in Münchenbuchsee spielen. Aktivmannschaften wird es beim FCSL noch nicht geben, weil der Platz etwa fünf Meter zu kurz und deshalb nur für den Kinderfussball geeignet ist. Auch der Dress für die Junioren sei bestellt, die kleinen Tore gebe es ja schon auf dem Sportplatz, sagt Beat Waldmeier. Auch er ist ein Gründungsmitglied. «Nun bin ich auch noch der erste Juniorentrainer, weil ich der einzige bin, der jeden Donnerstag rechtzeitig da sein kann, damit die Trainings um 17.30 beginnen. Aber das ist keine Pflichtaufgabe, es macht mir richtig Spass.» Für das Gerät zum Zeichnen des Spielfeldes hat das eingenommene Geld noch nicht gereicht. «Da hoffen wir, dass vielleicht ein Platzwart eines Nachbarvereins das ausnahmsweise für uns übernehmen könnte», sagt der erfahrene Fussballveteran.