Der Trimbacher Ramón Vega will Chef der FIFA werden

Schon Mitte der Neunzigerjahre, als Ramón Vega für die Schweizer Nationalmannschaft kickte, sah er im Anzug einfach umwerfend aus. Mit seinem gewinnenden, immer freundlichen Wesen machte Vega nach seinem Wirtschaftsstudium in London als Vermögensverwalter Karriere. 2015 schaffte er es als "Lord Vega" auf das Titelblatt von "Hedge". Nun schreibt die Süddeutsche Zeitung, Ramón Vega wolle sich als Kampfkandidat um das Präsidium der FIFA bewerben.

Beim FC Trimbach lernte er das Fusbsballer ABC und er hat es weit gebracht: Grasshoppers, Tottenham, Nati. Und auch beruflich machte er steil Karriere: "Ramon Vega ist Mitbegründer des nach ihm benannten Vermögensverwalters Vega Swiss Asset Management. Nach eigenen Aussagen betreut das Unternehmen rund 1 Milliarde Franken an Vermögen, die hauptsächlich von britischen Kunden stammen", schrieb die Finanz und Wirtschaft vor einem halben Jahr.

Nun sucht der Schweizer mit spanischer Abstammung die Unterstützung von fünf Nationalverbänden, die nötig sind, um im kommenden Juni tatsächlich gegen den Walliser Gianni Infantino antreten zu können. DFB-Mediendirektor Ralf Köttker teilte der Süddeutschen Zeitung mit: "Ramon Vega hat den DFB über seine Absicht informiert, für das Amt des Fifa-Präsidenten kandidieren zu wollen. DFB-Präsident Reinhard Grindel wird am Rande des Uefa-Kongresses nächste Woche in Rom mit seinen Kollegen aus dem Exekutivkomitee die Lage in der Fifa erörtern." 

Da scheinen also nicht alle Türen verschlossen.

Ramón Vega spielte an der EM 1996 im Londoner Wembley Stadion gegen den Engländer Paul Ince.