Die Politik pfeift die 1. Liga wieder zurück

Nachdem sich der Fussballverband dafür eingesetzt hatte, dass die 1. Liga als semiprofessionell eingestuft wird, hat nun die Politik die Fussballer zurückgepfiffen und die 1. Liga der Männer als Amaterusport eingestuft. Die Absurdität ist damit zurück: Die 1. Liga der Frauen bleibt auf der Liste der semiprofessionellen Sports.

Fazit: Erlinsbach darf, Solothurn darf nicht

Die Politik macht es aus völlig falsch verstandenem Gleichberechtigungsstreben möglich, dass das auf bescheidenem Hobby-Niveau kickende Frauenteam des FC Erlinsbach als semiprofessionell eingestuft wird und uneingeschränkt Fussball spielen darf, während der FC Solothurn, im Cup unter die besten 16 Teams der Schweiz vorgestossen, nur ohne Körperkontakt trainieren darf. Hier gehts zum Bericht.

Eine Expertengruppe aus BAG, BASPO, GDK, KKS (Konferenz der kantonalen Sportbeauftragten) und Swiss Olympic hat eine Empfehlung zuhanden der Kantone verabschiedet, wie der Begriff «Liga mit semiprofessionellem Spielbetrieb» auszulegen ist. Sie hat eine Liste der Ligen erlassen, welche aus ihrer Sicht semiprofessionell sind.

"Obwohl wir uns für die Erste Liga als Ganzes (Promotion League und 1. Liga) stark gemacht haben, findet im Moment nur die Promotion League Aufnahme auf dieser Liste. Zu Ihrer Information ist das von der Ersten Liga erarbeitete Argumentarium pro beide Spielklassen unserer Abteilung (Promotion League und 1. Liga) beigefügt", schreibt dazu die Erste Liga.

"Es ist davon auszugehen, dass die Kantone, welche die Verordnung des Bundes vollziehen, diese angesprochene Empfehlung 1:1 anwenden werden, d.h. die 1. Liga-Vereine werden bis auf weiteres nicht regulär trainieren und erst recht nicht spielen können. Es wird daher für diese Vereine nur erlaubt sein, in 15-er Gruppen ohne Körperkontakt zu trainieren."

Zum Vergleich: Im Eishockey kann die dritthöchste Liga trainieren, aber nicht spielen. Dies gilt ebenso für zweithöchsten Ligen (NLB) im Volleyball, Basketball und Unihockey.

Weiter schreibt die Erste Liga: "Wir bedauern diese Entwicklung sehr, haben wir uns doch sehr stark für unsere Vereine engagiert."