Roggwil gewinnt gegen Zollbrück

Roggwil gewinnt dank einer Leistungssteigerung zum zweiten Mal in Folge. Gegen Zollbrück, dem stärksten Gegner seit langem, resultiert ein 1:0, welches wahrlich verdient war.

Beim Schlusspfiff war der Sieg des FC Roggwil mittlerweile nicht mehr nur «knapp» verdient. Obwohl die Roggwiler lediglich einen Treffer erzielen konnten, hatten sie die Partie grösstenteils im Griff und spielten sich ausserdem bis zuletzt weitere, gute Möglichkeiten heraus. Ja, ein weiterer Treffer wäre bis zum Schlusspfiff nach ausgiebiger Nachspielzeit fast schon Pflicht gewesen. So oder so konnte sich die Equipe von Mario Blum aber rühmen lassen, die eigene Leistung gegenüber den letzten Spielen gesteigert zu haben.
Das zeigte sich schon in der ersten Halbzeit. Was zuerst wie «Abwarten und Abtasten» aussah, wurde immer wie mehr zu «Ruhe und Kontrolle» im Spiel gegen den FC Zollbrück. Das machte den Gästen Mühe, spielten diese doch praktisch jeden Ball lang nach vorne wobei sie ihn entsprechend rasch verloren.

Kovac technisch herausragend

Gerade in der ersten Viertelstunde führte das aber dennoch dazu, dass der Start sehr ruhig verlief. Bis in der 15. Minute hatten beide Torhüter nur wenig zu tun, Samuel Schwab war dann der erste, der sich mit einer starken Parade auszeichnen konnte. Wenige Sekunden nach dieser Aktion war es Tobias Müller, der mit einem ausgezeichneten «Schlungg» in die Offensive Kristian Kovac bediente. Der FCR-Stürmer zeigte dann einen cleveren Sturmlauf: Als er den Ball vor dem Torhüter eingeholt hatte, überlobbte er diesen technisch herausragend und realisierte damit das 1:0.
Zwei Mal hatten die Roggwiler danach eine kleine Baisse. Zu oft wurden in diesen 10 bis 15 Minuten die Bälle nach vorne gedroschen, weshalb Zollbrück vom Ping-Pong-Spiel profitieren konnte. Zugleich waren die Emmentaler aber ideenlos und im Spiel nach vorne zu wenig überzeugend, um den an diesem Abend starken Samuel Schwab zu überwinden.

Gute Chancen zum Schluss

Je länger die Partie dauerte, desto mehr kamen die Roggwiler dann zu Chancen, weil die Zollbrücker die Offensive forcierten. Unter anderem wurde Tobias Müller ein Offside-Tor zu unrecht aberkannt., insbesondere über die mehrmals gefährliche linke Seite mit den überzeugenden Fabio Ryser und Nando Hegi konnten dann Chancen herausgespielt werden. Aber auch durch die Mitte gelangten die Roggwiler zu Abschlüssen. Die besten Möglichkeiten hatten der eingewechselte Joel Stucki (88.) im eins-gegen-eins und Tobias Müller nach einem Eckball per Kopf zu verzeichnen, beide Male scheiterten die Roggwiler aber. Trotzdem oder eben erst recht war der Sieg für das Heimteam nun verdient. Der zweite Sieg in Folge geht damit voll und ganz in Ordnung. Dass er ohne Gegentor entstand, war ein wohlverdienter Zuckerguss auf der Drei-Punkte-Torte.

FC Roggwil – FC Zollbrück 1:0 (1:0)
Bossloch. – 228 Zuschauer.
Tore: 19. Kovac 1:0.
Verwarnungen: Keine gegen Roggwil.

FC Roggwil: Schwab, Ryser, M. Morf, Müller, Meier; K. Iseli (84. Schneeberger), Moser, L. Iseli, Röthlisberger (81. Ammann); Hegi; Kovac (60. Stucki).

Bemerkungen: Roggwil ohne Rüfenacht (Militär), Pascale (Ferien), K. Morf, Marquez, Sägesser, Meyer Geiser und Lanz (alle verletzt). Kein Einsatz für Egger (Hüftprobleme) und S. Morf. 71. Tor Tobias Müller wegen Offside aberkannt.