Solothurn gelang der erhoffte Exploit nicht

Solothurn gelang im Schweizer Cup der erhoffte Exploit nicht. Stade Nyonnais, letzte Saison auf Rang 2 der Promotion League, gewann 2:0.

Dabei begann das Spiel mit einem Paukenschlag, als Schiedsrichter von Mandach den Nyons Innenverteidiger Adomako bereits nach 10 Sekunden wegen einer Notbremse an Hannes Hunziker vom Platz schickte - der wohl kürzeste Cup-Auftritt eines Spielers. Doch der FCS sollte nicht wirklich davon profitieren können. Auch weil sich die Gäste in Ballbesitz sehr sicher zeigten, während die Gastgeber zwar sehr engagiert, aber auch oft verunsichert wirkten.

Trotzdem war es Loic Chatton nach Vorarbeit von Altin Osmani, der erste grosse Möglichkeit der Partie auf Seiten des FCS in der 21. Minute freistehend vergab. In der 27. Minute musste für die Gäste ein Freistoss von Fargues für die erste Chance herhalten, die jedoch von Torwart Jeffrey Grosjean verhindert.

In der 36. Minute gingen die Gäste durch ihren Torjäger Chentouf per Kopf in Führung, die jedoch begünstigt durch Abstimmungsprobleme in der FCS-Defensive wurde. Doch der FCS gab nicht auf. In der 40. Minute leitete Fabian Kohler mit einem Pass nach vorne die Chance ein. Chatton leitete den Ball weiter zu Hunziker, der links vorbei zielte. So blieb es zur Pause beim 0:1.

Die zweite Halbzeit begann mit Chancen auf beiden Seiten. Zunächst parierte Jeffrey Grosjean einen gefährlichen Ball von Delley (49.), während auf der anderen Seite Chatton freistehend an Torhüter Mutombo scheiterte (51.).

In der Folge drängte der FCS auf den Ausgleich. Shpetim Arifi vergab in der 60. Minute ebenso wie zwei Minuten später der eingewechselte Massimo Veronica. So kam es wie es kommen musste. Die Gäste nutzten in der 65. Minute ihre nächste Chance durch Delley zum 0:2. Dies war eine Art Vorentscheidung, auch wenn sich der FCS bis zum Schluss nicht aufgab.

Die weiteren FCS-Chancen vergaben Veronica, Omer Hausic und erneut Chatton. In der 84. Minute musste dann auch der Solothurner Innenverteidiger Edin Hasanovic das Feld nach einer Gelb-Roten Karte verlassen. Am Spielstand änderte sich nichts mehr.

Fazit: Der FC Solothurn zeigte eine gute Partie, scheiterte jedoch an einer schwachen Chancenverwertung und in einigen Situationen wohl auch nach dem holprigen Start in die Liga an mangelndem Selbstvertrauen, während die Gäste mit relativ wenig Aktionen sehr sicher und abgeklärt wirkten. Für den FCS kann es für die nächsten Partien nur heissen, sich Siege und das nötige Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben zu holen.

FC Solothurn - FC Stade Nyonnais 0:2 (0:1)
Zeit: 18.8.2018, 16:00 Uhr; Ort: Stadion FC Solothurn.
Zuschauer: 250; Schiedsrichter: von Mandach Johannes.
Tore: 36. Chentouf 0:1, 65. Delley 0:2.
Verwarnungen: Chatton, J. Grosjean, Hunziker, Hasanovic, Veronica, Arifi (FCS), Fargues, Di Gregorio, Guzel (Nyonnais).
Platzverweise: 1. Rot Adomako (Nyonnais) wegen Notbremse an Hunziker (FCS), 84. Gelb-Rot Hasanovic (FCS) wegen Reklamierens.
Corner: 4:5.

FC Solothurn: J. Grosjean; Kohler, Hasanovic, W. Grosjean (76. Hausic), Henzi; Stauffer; Schrittwieser (58. Veronica), Osmani (46. Müller), Arifi, Hunziker; Chatton.

FC Stade Nyonnais: Mutombo; Di Gregorio, Guzel, Adomako, Titie; Delley (83. Dessarzin), Stevanovic, Zambrella, Mobulu; Fargues (70. Guyon); Chentouf.