Nach Penaltys qualifiziert sich Solothurn für den Schweizer Cup

Nach einer spannenden Partie, 1:1 nach der regulären Spielzeit und einer torlosen Verlängerung, gewinnt Solothurn in Zug das Penaltyschiessen 6:5 und qualifiziert sich so für die erste Hauptrunde des Schweizer Cups.

Beim FC Solothurn gaben mit Noah Gräf, David Stuber und Jano Loosli gleich drei Junioren ihr Pflichtspiel-Debüt. Erstmals für den FCS auf dem Platz war auch Daniel Mzee, Neuzugang vom FC Langenthal. Zudem kam der vom FC Bern zurückgekehrte Torhüter Tim Wagner zum Einsatz.

Die Gäste begannen stark und hatten bereits nach wenigen Sekunden eine erste Chance durch Philippe Gerspacher, dessen Schuss knapp links vorbei ging. In der 4. Minute spielte Marco Mathys wunderbar Emmanuel Mast frei, der jedoch rechts vorbei schoss. In der 17. Minute war es erneut Philippe Gerspacher, der nach einer scharfen Hereingabe von Massimo Veronica Torhüter Pastore anschoss.

Auch in der Folge blieb die Widmer-Elf das spielbestimmende Team. Das Spiel war nun jedoch zunehmend zerfahren, sodass klare Tor-Möglichkeiten Mangelware waren. Folgerichtig blieb es zur Pause beim 0:0.

Die 2. Halbzeit blieb so zerfahren, doch die ersten Chancen hatte wieder der FCS. In der 53. Minute klatschte ein Mathys-Freistoss aus gut 20 Metern an Latte. Nur eine Minute später knallte wieder das Aluminium. Diesmal gab Mast den Schuss ab nach einem öffnenden Pass von Mathys.

Da die Gäste ihre Chancen nicht verwerteten, kam es wie es so oft kommt: die Gastgeber trafen mit ihrem ersten Torschuss überhaupt in der Partie in der 66. Minute durch Nitaj zum 1:0.

Trainer Widmer beorderte nun alles nach vorne, doch Zug machte hinten dicht, sodass es immer schwieriger wurde, zu Chancen zu kommen. Es dauerte bis zur 89. Minute bis der eingewechselte Loic Chatton die Gäste zum 1:1 erlöste. Kurz vor dem Schlusspfiff scheiterte Mathys noch einmal an Pastore. Es blieb beim 1:1 und es ging in der Verlängerung.

In der Anfangsphase der Verlängerung hatten beide Teams die Chance zur Führung. Zunächst scheiterte Mathys mit einem Kopfball nach Freistoss von Hannes Hunziker am Torhüter (91.). Zwei Minuten später hatten dann die Gastgeber ihre beste Möglichkeit in der Verlängerung, als ein Schuss von Avila noch von Wagner pariert wurde.

Im direkten Gegenzug wurde Chatton bei seinem Versuch gerade noch rechtzeitig geblockt. In der 106. Minute parierte Pastore ein weiteres Mal gegen Mathys nach Freistoss von Shpetim Arifi. Danach schwanden bei beiden Teams immer mehr die Kräfte bei diesen hohen Temperaturen. Besonders die Zuger waren stehend K.O. Doch auch der FCS wusste dies nicht mehr auszunutzen, sodass es nun ins Penalty-Schiessen ging.

Dieses konnte der FC Solothurn dank seiner treffsicheren Schützen Chatton, Mathys, Mast, Hunziker und Arifi am Ende für sich entscheiden. Für Zug trafen Babic, Njau, Nitaj und Aeberli ehe der letzte Zuger Schütze Kahveci nur die Oberkante der Latte traf.

Fazit: Der FC Solothurn zeigte ein ordentliches Spiel. Lediglich die schwache Chancenverwertung ist zu bemängeln. Dies führte am Ende zu dieser Hitzeschlacht und das Nervenspiel des Penalty-Schiessen, das zum Glück für den FCS positiv endete und man sich über den Einzug in die 1. Hauptrunde des diesjährigen Schweizer Cups freuen konnte.

Zug 94 - Solothurn 5:6 n. P. (0:0, 1:1, 1:1)

Tore: 66. Nitaj 1:0, 89. Chatton 1:1.

Tore Penalty-Schiessen: Chatton 1:2, Babic 2:2, Mathys 2:3, Njau 3:3, Mast 3:4, Nitaj 4:4, Hunziker 4:5, Aeberli 5:5, Arifi 5:6 (Kahveci verschiesst als letzter Schütze).

Herti Allmend, Zug. - 188 Zuschauer. - Schiedsrichter Risi Esteban.

Verwarnungen: Aeberli, Pastore, Nitaj, Srdic, Savanovic, Babic (alle Zug), Selmanaj (FCS).
Corner: 2:10.

Zug 94: Pastore; Aeberli, Mollet (103. Keller), Njau, Nitaj; Srdic, Ygit (61. Sadiku), Savanovic (105. Kahveci), Teixeira (72. Bieli); Babic, Sylla (92. Avila).

Solothurn: Wagner; Gräf (71. S. Gerpacher), Stuber (84. Vernocchi), Selmanaj, Mzee; Veronica (91. Anderegg), Loosli (91. Arifi), Mathys, P. Gerspacher (71. Chatton); Mast, Hunziker.