FCG nimmt aus Einsiedeln die Rote Laterne mit nach Grenchen

Mit einem 5:1 Kantersieg meldet sich der FC Einsiedeln nach der hohen Auswärtsschlappe in Zofingen eindrücklich zurück und klettert gar über den Abstiegsstrich. Gleichzeit hat man die rote Laterne dem FC Grenchen mit auf die Heimfahrt gegeben.

Es war kein schönes Bild, das Einsiedeln vor dem letzten Heimspiel der Vorrunde abgab: Am wenigsten Punkte gesammelt, am wenigsten Tore geschossen, am zweitmeisten Gegentore kassiert, am Ende der Tabelle platziert.

Die abgehaltene Schweigeminute war wohl bei den meisten noch präsent als der FCE bereits das erste Tor bejubeln konnte. Pascal Fässler nickte eine Flanke praktisch unbedrängt am hinteren Pfosten lauernd ein. Noch keine Minute war gespielt und was sich insgeheim alle wünschten, aber kaum zu hoffen wagten, traf tatsächlich ein: der FCE ging früh, ja sehr früh in Führung! Wie würde die Equipe von Manfred Auf der Maur und Fabian Felber mit dieser ungewohnten Situation umgehen? Schliesslich hat man es gerademal ein einziges Mal geschafft, aus einer 1:0 Führung am Schluss drei Punkte zu holen. Skeptiker wurden am Samstagabend eines Besseren belehrt. Der FC Einsiedeln war stets bemüht das Spielgeschehen zu kontrollieren und die Regie nicht aus den eigenen Händen zu geben. Von hinten mit Robin Nützel, dem ein überzeugendes Comeback im Tor gelang, mit Rafael Petrigs Lufthoheit, mit Urs Kälins Offensivqualitäten als Aussenverteidiger, über das Mittelfeld mit Aggressivleader Andrin Bisig und dem quirligen Olivier Maurer, bis nach vorne zu den kämpferischen Fässler und Mujanovic: sie alle, ja das ganze Team zeigte an jenem Abend eine kollektive Geschlossenheit, welche den Gegner aus Grenchen zusehends verunsicherter und frustrierter werden liess.

Mit dem zweiten Treffer (Penalty, Kevin Egger) in der24. Minute wurde die Sturm und Drangzeit des FCE erst so recht eingeläutet, welche in der 38. Minute beinahe im dritten Treffer gipfelte, doch Schönbächlers Schuss prallte vom Pfosten ins Feld zurück. Treffer Nummer Drei kam dann doch noch. Maurer pflückte sich mit viel Entschlossenheit einen hohen Ball vom Himmel und schob zur endgültigen Entscheidung ein.

Ein Blackout der Gastgeber bescherte dann den insgesamt harmlosen Grenchnern doch noch den Ehrentreffer. Die Einsiedler liessen sich in der 63. Minute von einem schnell ausgeführten Freistoss übertölpeln. Nur noch 3:1 und der FC Grenchen leckte nochmals Blut, allerdings nur gerade sieben Minuten lang. Rusmir Mujanovic schraubte mit dem schönsten Treffer des Abends (Direktabnahme nach Massflanke von Maurer) den Deckel definitiv zu. Zu einem Blitzauftritt kam am Schluss noch Michi Nützel, der kurz vor Schluss noch eingewechselt wurde und sich direkt danach als fünfter Torschütze feiern lassen durfte.

Einsiedeln - Grenchen 5:1 (2:0)

Rappenmöösli. - 120 Zuschauer. - SR Ukaj.

Tore: 2. 1:0. 22. (Penalty) 2:0. 53. 3:0. 63. Poljak 3:1. 71. 4:1. 90. 5:1.

Grenchen: Russo; Ledesma, Shaqiri, Müller, Schamberger; Nussbaumer, Schläppi, Rihs, Poljak; Zayas, Hausic. Einwechselspieler: Leuenberger; Wolf, Ressil, Sperisen, Pichardo. Bemerkungen: Grenchen ohne Nastoski, Straumann (verletzt), Laus (krank).

 

 

2. Liga inter, Gruppe 5