Schöftland stösst Dulliken in der Nachspielzeit ins Elend

Schöftland kehrt das Spiel in Dulliken mit zwei Toren in der Nachspielzeit mit viel Herzblut und dem nötigen „Schlachtenglück“ Die Solothurner geraten damit als Tabellenletzter im Kampf gegen den Abstieg noch mehr ins Elend.

Die letzten Spielminuten entschädigten die Zuschauer in Dulliken doch noch, zumindest die Aargauer Fans. Zuvor musste man sich eher mit bescheidener Fussballkost begnügen. Dabei versprach die Ausgangslage einiges mehr. Dulliken musste, Schöftland durfte. Die Anfangsphase war geprägt von gegenseitigem Abtasten, wobei sich das Heimteam vorerst leichte Vorteile erspielte. Mit der Zeit glich sich das Geschehen aber aus, Torszenen blieben aber beidseitig Mangelware. Erst in der 33. Minute kam so etwas wie Torgefahr auf. Eine Flanke von Manuel Moor konnte Dullikens Keeper Schenk nicht behändigen. Im allerletzten Moment konnte aber ein Verteidiger vor dem einschussbereiten Schöftler Stürmer zum Eckball klären. Das war es aber schon alles, was die erste Halbzeit an nennenswerten Offensivaktionen zu bieten hatte. Der zu hohe Rasen und der holprige Boden waren da nicht ganz unschuldig. Vor allem Schöftland hatte liebe Mühe, seine spielerischen Vorteile auf dem schwierigen Geläuf auszuspielen.

Nachdem es auch nach der Pause nicht viel berauschender weiter ging, brauchte es eine Unentschlossenheit in der Schöftler Abwehr, um das Spiel zu lancieren. Edin Ademovic nützte in der 54. Minute das ungenügende Abwehrverhalten des SCS zum Führungstreffer für die Dulliker. Schöftland versuchte darauf zu reagieren. Dies gelang aber nicht nach Wunsch, man kam einfach nicht in die „Gänge“. Zum Glück für den SC Schöftland konnte das 1:0 auch das Heimteam nicht beflügeln und es ging vorerst im gleichen Stil weiter. Gegen Schluss der Partie fand der SCS über  Kampf und Willen doch noch ins Spiel. Féher, der nach seiner Einwechslung viel Schwung in die Schöftler Offensive brachte, war dem Ausgleich nach einem Solo in der 83. Minute nahe. Tasten verhinderte diesen aber mit einer spektakulären Kopfabwehr auf der Linie. Dafür war dies der Startschuss für ein Schlussfurioso der Birrer-Truppe, das in der 90. Minute mit dem Treffer zum 1:1  ein erstes Mal zündete. Dominic Siegenthaler schaltete nach einem abgefälschten Schuss am schnellsten und traf wuchtig zum Ausgleich. Damit wurde er seinem Übernamen „Last-Minute-Man“ - ein Andenken aus seiner Zeit beim FC Brugg - einmal mehr gerecht. Es kam aber noch besser für den SCS. Dulliken vertändelte in der Nachspielzeit in Strafraumnähe den Ball. Schöftland‘s Topscorer Silvan Otto liess sich nicht zweimal bitten und erzielte eiskalt den Siegestreffer. Damit gelang dem SC Schöftland, wie schon vor Wochenfrist in Freienbach, erneut praktisch in letzter Sekunde die Siegessicherung und unterstreicht damit die tolle Moral des Teams.

Dulliken - Schöftland 1:2 (0:0)

Sportanlage Ey, Dulliken. - 140 Zuschauer. - SR: Jaussi Jonathan; SRA1: Pereira José Antonio, SRA2: Dutler Ilan. 

Tore: 54. Ademovic Edin 1:0, 90. Siegenthaler 1:1, 92 Otto 1:2.

Dulliken: Schenk; Lasic, Tastan, Panzeri, Zimmerli; Kukavica, Ademovic Edin (61. Ademovic Enis), Gerardi, Özdemir (87. Curic); Stucki, Duraku (72. Slishani Rit).

Schöftland: Buchser; Barile, Teke (55. Féher), Siegenthaler, Costantino; Schindler (85. Galligani Cédric), Lo Priore, Moor, Wiget; Schneider (77. Burkhard), Otto (90.‘+3 Malundama).

Bemerkungen: 90.‘+4 Lattenschuss von Féher. - Schöftland ohne Mathys (gesperrt), Kral (Abwesend), Boner, Öze (verletzt).- Dulliken ohne Conz, Kaufmann, Wiederkehr und Rizzo (alle verletzt), Asani und Slishani Rinor (gesperrt). - Verwarnungen: 40. Ademovic, 50. Teke, 57. Stucki (alle Foulspiel).
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