Muri entführt die drei Punkte aus Dulliken

Auf dem schwer bespielbaren Platz in Dulliken mussten die favorisierten Murianer lange zittern. Eine schlechte Chancenauswertung sorgte dafür, dass die Partie lange offen war. Erst kurz vor Schluss erlöste Loris Völker seine Mannschaft mit dem Siegtor.

Wenn Muri gegen Dulliken spielt, dann gehen die Freiämter normalerweise als klarer Sieger vom Platz. Normalerweise. Denn gegen die abstiegsgefährdeten Solothurner bekundete das Team von Trainer Miodrag Dedic mehr Mühe als erwartet. Die Gründe dafür: eine Vielzahl vergebener Chancen und ein schwer bespielbares Feld.

Der Ausgang des Spiels war länger offen, als es den Murianern lieb war. 85 Minuten lang, um genau zu sein. Erst dann gelang dem FC Muri das Führungstor, das letztendlich auch das entscheidende Tor sein sollte. Der Murianer Torhüter Yanick Hofer leitet das Tor ein. Sein langer Abschlag erreicht Cristian Ianu, der von einem Missverständnis der gegnerischen Verteidigung profitiert und den Ball zur Mitte bringt. Dort wartet Loris Völker, nur noch einschieben muss und dafür sorgt, dass bei den Freiämtern eine grosse Last abfällt. Völker stand in dieser Rückrunde zum ersten Mal in der Startaufstellung. Er besetzte zusammen mit Sandro Streuli und Valentin Gashi das zentrale Mittelfeld. Dies weil mit Ronny Minkwitz und Michael Hohl gleich zwei zentrale Mittelfeldspieler gesperrt waren. Völker nutzte seine Chance und setzte mit seinem entscheidenden Tor ein Ausrufezeichen.

Dass sein Tor nach einem weiten Ball fällt, ist kein Zufall. Muri hat die grössere Qualität in seinen Reihen, das ist unbestritten. Doch diese konnten die Freiämter nicht ganzheitlich ausspielen. Das Spielfeld in Dulliken verunmöglichte einen gepflegten Spielaufbau. «Der Platz ist nicht sonderlich gut», sagt Muris Captain Sandro Streuli. Trainer Dedic wird noch etwas deutlicher: «Er ist desolat», sagt er. «Ein richtiger Acker.»

Die Murianer taten sich dementsprechend schwer damit, ihre Stärken auszuspielen. Längere Passstafetten oder Ballbesitzfussball waren schier unmöglich, also versuchten sie es häufiger mit langen Bällen in die Spitze. Damit waren sie einige Male fast erfolgreich. Doch Dedics Team vergab etliche Chancen. Der spätere Torschütze Loris Völker scheiterte einige Male aus guter Positon, Cristian Ianu köpfte den Ball ans Aluminium, um nur einige Beispiele zu nennen.

Doch am Ende klappte es doch noch. Völker erlöste die Murianer mit seinem späten Siegtreffer. «Das war eine enorme Erleichterung», sagt Captain Streuli. «Wir hatten heute Chancen für vier Spiele. Ich bin extrem froh, dass am Ende doch noch einer reingefallen ist – und letztendlich ist dieser Sieg auch hochverdient.»

Verdient war der Murianer Sieg allemal. Die abstiegsgefährdeten Dulliker konnten gegen die Defensivreihen der Murianer nicht viel ausrichten. Abgesehen von einer Halbchance in der ersten Halbzeit brachten die Solothurner nichts zustande. Muri dagegen liess sich von den vielen vergebenen Möglichkeiten nicht beirren und drückte weiter. «Wir haben alle am gleichen Strang gezogen und bis zum Schluss daran geglaubt. Das war eine Willensleitung», sagt Streuli. Dedic sagt: «Es war nicht das Spiel, das wir uns erhofft haben. Aber die Mannschaft hat das super gemacht.

Dulliken – Muri 0:1 (0:0)

Sportanlage Ey – Tore: 85. Völker (0:1)

Dulliken: Wehrli; Özdemir, Asani, Panzeri, Lasic; Kukavica, Conz (43. Duraku), Slishani (86. Curic), Ademovic (89. Llapashtica); Temircan (72. Rizzo), Gerardi.

Muri: Hofer; Brügger, Mrkonja, Parente, Burkard, (74. Stadelmann); Gashi (60. Nikolla), Streuli, Völker; Trüb (90. Rütimann), Milicaj, Ianu.

Bemerkungen: Muri ohne Minkwitz, Hohl (gesperrt), Tafa (Aufgebot anderes Team). Verwarnungen: 31. Gashi, 68. Ademovic, 82. Slishani, 83. Parente, 84. Rizzo, 90. Asani.

2. Liga inter, Gruppe 5